Rosenheim – Rund 150 Gäste waren bei der Auftaktveranstaltung für die Holzbauregion Rosenheim an der Technischen Hochschule Rosenheim (TH) dabei. Die neue Initiative will nach eigenen Angaben mit einem Zusammenschluss aller Beteiligten den Holzbau in der Region stärken und vom allgemeinen Trend zum Bauen mit dem nachhaltigen Werkstoff profitieren.
Nachdem TH-Präsident Heinrich Köster auf die traditionsreiche Bedeutung des Holz-Standorts Rosenheim verwies, erläuterte Max von Bredow, Vorsitzender der Quest AG und einer der Initiatoren, die Hintergründe und Ziele der Initiative: „Die Bauwirtschaft ist aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes sehr problematisch. Rund 40 Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes und mehr als ein Drittel des Festmülls fallen in diesem Wirtschaftszweig an.“ Holz als nachhaltiger Rohstoff sei die perfekte Lösung und biete eine Reihe von Vorteilen: „Niedriger Preis, umweltfreundlich, langlebig, vielseitig verwendbar, angenehmes Raumklima.“
Allein im Landkreis Rosenheim gebe es rund 48000 Hektar Waldfläche. Es komme künftig darauf an, diese „riesige Baustofffabrik“ optimal zu nutzen und die Wertschöpfung in der Region zu halten, so von Bredow weiter.
Werkstoff soll
vor Ort bleiben
Ziel müsse sein, dass nicht nur generell mehr mit Holz in der Region gebaut werde, sondern auch Holz verwendet wird, das die Region nicht verlassen hat. „Um das zu erreichen, müssen alle an einem Strang ziehen: Bauherren, Kommunen, Architekten, Planer, Zimmereien, Holzbaubetriebe, Sägewerke, Forstbetriebe und die TH Rosenheim als wissenschaftlicher Partner“, ergänzte Julia Baumann, TH-Mitarbeiterin im Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer sowie Mit-Initiatorin der Holzbauregion Rosenheim. Als nächsten Schritt soll ein Verein gegründet werden, um die Initiative weiter voranzubringen.