Bund Naturschutz unter neuer Führung

Rainer Auer und Andrea Wauer übernehmen Vorsitz der Kreisgruppe Rosenheim

Rosenheim – Rainer Auer ist jetzt neuer Vorsitzender der Kreisgruppe Rosenheim des Bund Naturschutz. Er übernimmt die Spitze des Kreisvorstands nach zehn Jahren von Peter Kasperczyk.

Der ehemalige Stephanskirchener Bürgermeister Rainer Auer übernahm bei der Jahresversammlung die Führung des mit 7300 Mitgliedern stärksten Umweltverbands in Stadt und Landkreis Rosenheim. Er stellte sich als „Lernender“ vor, der Wert darauf lege, dass Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.

Neu gewählt wurde als Stellvertreterin auch Andrea Wauer, Ökotrophologin und Biolandwirtin aus Pfraundorf. Nicht zuletzt als Eltern motiviert beide der Kampf gegen die immer brisanteren ökologischen Verluste. Gerade im Landkreis Rosenheim gebe es nämlich trotz aller Beteuerungen zu wenig Problembewusstsein für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

Vom BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner mit Ehrenurkunde und Laudatio verabschiedet wurden die aus dem Kreisvorstand ausscheidenden bisherigen Vorsitzenden Peter Kasperczyk und Dr. Gertrud Knopp.

Kasperczyks letzter Jahresbericht zeigte, was ihm während seiner Tätigkeit besonders wichtig war. Eine grundsätzliche Überprüfung der Planungen für den Brenner-Nordzulauf sei wegen der vielen negativen Auswirkungen der gewaltigen Baumaßnahme dringend geboten. Alleine durch den CO2-Ausstoß für den Tunnelbau sei die Klimabilanz des Bauwerks schlecht. Insgesamt wies Kasperczyk darauf hin, dass der Kampf gegen die Klimakatastrophe schmerzhafte Maßnahmen und Einschränkungen notwendig machen werde. Schonfristen erlaube die Erderhitzung jedenfalls keine mehr.

Ähnlich formulierte es der BN-Landesvorsitzende Mergner. Er forderte von den politisch Verantwortlichen wesentlich mehr Engagement und Mut zu zukunftsfähigen Entscheidungen. Besondere Kritik übte er am CSU-geführten Bundesverkehrsministerium. Gerade die Versäumnisse des Verkehrsministers verhinderten aus seiner Sicht notwendige Änderungen mit dem Ziel einer nachhaltigeren Mobilität.

Montag, 13. Juli 2026
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