Zollbeamte durchsuchen Räumlichkeiten in Rosenheim

von Redaktion

Deutschlandweite Razzia wegen möglichen Betrugs an den Sozialkassen – Einsatz an der Oberaustraße

Rosenheim – Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Hauptzollamt Dresden ermitteln gegen drei Deutsche, zwei Türken und einen Bulgaren. Den Männern, die im Bauhaupt- und -nebengewerbe tätig sind, werden nach Angaben eines Sprechers des Hauptzollamtes unter anderem bandenmäßiges Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in einer Vielzahl von Fällen zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht derzeit von einem Schaden von rund 2,7 Millionen Euro aus. In diesem Verfahren fanden gestern unter Leitung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden zeitgleich Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen sowie Arbeitnehmerunterkünften in Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin statt. Insgesamt wurden 30 Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen, unter anderem an der Oberaustraße in Rosenheim. Die Durchsuchungen dienten nach Angaben des Sprechers der Sicherung von Beweismitteln wie Teilen der Lohn- und Finanzbuchhaltung, diversen Aufzeichnungen, Rechnungen sowie elektronischen Speichermedien. Darüber hinaus wurden insgesamt 24000 Euro Bargeld, ein BMW X5 im Wert von 9000 Euro, umfangreicher Goldschmuck sowie sechs illegale Glücksspielautomaten sichergestellt. Gegen den 61-jährigen Beschuldigten hatte der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte wurde festgenommen.

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