Silberstreifen – ein Verein vermittelt Hoffnung

von Redaktion

Vogtareuth – Der Verein Silberstreifen will in Vogtareuth einen einzigartigen, inklusiven und barrierefreien Spielplatz bauen – und kann dabei auf die Unterstützung der OVB-Leser zählen. Aber was macht Silberstreifen e.V. eigentlich sonst noch?

Den gemeinnützigen Verein Silberstreifen e. V. gibt es seit 1999. Die Idee zur Gründung eines Fördervereins geht auf den früheren Chefarzt der Neuropädiatrischen Abteilung der Schön Klinik Vogtareuth, Dr. Michael Laub, zurück.

Laub hatte gelegentlich kleinere Geldbeträge von Eltern erhalten, die er dann an besonders bedürftige Familien weitergab. Sein nächster Gedanke: „Wenn man nun einen Verein gründen würde, der berechtigt ist, Spendenbescheinigungen auszustellen, bekämen wir vielleicht häufiger Spenden und könnten dadurch mehr Familien helfen.“ Gedacht war an eine finanzielle Unterstützung, zum Beispiel beim Kauf von Windeln, Strampelanzügen und so weiter.

Mit der Trauer über den plötzlichen Tod Dr. Laubs im Mai 1997 starb zunächst auch der Gedanke an einen Verein. Anfang 1999 wurde die Idee von seinem ehemaligen Team dann wieder aufgenommen.

Und im Juni 1999 war es so weit: Eltern erkrankter Kinder, der neue Chefarzt, Dr. Hans Holthausen, und Mitarbeiter gründeten den „Silberstreifen – Verein zur Unterstützung und Förderung neurologisch kranker Kinder Vogtareuth e.V.“. Barbara Pömsl wurde zur Vereinsvorsitzenden gewählt.

„Silberstreifen“ – dieser Name sollte Hoffnung vermitteln, vor allem für Kinder und Eltern, die lange Zeit in der Klinik verbringen müssen. Die Vereinsziele sind unter anderem:

• Schnell und unbürokratisch helfen;

• Eltern unterstützen, die finanziell schwer belastet sind;

• Therapeutisch notwendige Hilfsmittel bezahlen, die von den Krankenkassen nicht getragen werden;

• Beitrag zur tiergestützten Therapie (mit Hund oder Pferd) sowie Traktortherapie;

• Kreatives Gestalten (für Kinder und Eltern);

• Kostenübernahme der Ganztagsbetreuung von Geschwisterkindern während der Ferien und Erweiterung der Freizeitangebote für Kinder und Eltern, um den Klinikalltag zu unterbrechen, zum Beispiel durch Ausflüge mit vereinseigenen Bussen;

• Vorübergehende Wohnmöglichkeiten für Angehörige der Kinder anbieten;

• Förderung der Kinderneurologie;

• Entspannungsangebot für Eltern.

Satzungsgemäß werden alle Kinder mit neurologischen Erkrankungen unterstützt, die ihren Wohnsitz in Bayern haben oder in der Schön Klinik Vogtareuth behandelt werden oder wurden. Über die körperliche Beeinträchtigung hinaus bedeutet eine neurologische Erkrankung für das betroffene Kind und dessen Angehörige oft eine enorme psychische, für die Familie zusätzlich häufig auch eine starke finanzielle Belastung.

Um diesen Familien neben der medizinischen Betreuung Entlastung und Hilfe zu bieten, wurde der Verein ins Leben gerufen.

Barbara Pömsl führte den Verein 19 Jahre lang mit viel Herzblut, Liebe und Engagement, machte den „Silberstreifen“ zu dem, was er heute ist. 2018 wurde Sabine Kuhn Pömsls Nachfolgerin als ehrenamtliche Vereinsvorsitzende, unter deren Führung nun das Großprojekt „Neuer, moderner, inklusiver Spielplatz“ angepackt wurde.

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