Völlig durchnässte Migranten aufgegriffen

von Redaktion

Zwei Syrer offenbar bei Rohrdorf ausgesetzt – Mutmaßlicher Schleuser in Haft

Rohrdorf – Am Montag hat die Bundespolizei nahe der Autobahnrastanlage Samerberg Nord bei Rohrdorf zwei durchnässte und zitternde Migranten aufgegriffen. Nach ersten Erkenntnissen waren sie ohne Winterbekleidung von einem skrupellosen Schleuser an der A8 bei Dunkelheit und Schneefall ausgesetzt worden. Der tatverdächtige Fahrzeugführer, ein 53-jähriger Ägypter, konnte festgenommen werden.

Im Rahmen einer Routinekontrolle überprüften die Bundespolizisten in der Rastanlage den Fahrer eines in Österreich zugelassenen Wagens. Im hinteren Pkw-Bereich lagen mehrere Essensverpackungen, Getränkeflaschen und Kaffeebecher. Darüber hinaus konnten im Kofferraum Papiere aufgefunden werden, die sich nicht dem Fahrer zuordnen ließen, darunter eine rumänische Asylkarte, die auf eine andere Person ausgestellt ist.

Der Ägypter gab an, nicht zu wissen, wem die ihm unbekannten Sachen gehörten. Frische Schuhabdrücke auf den Fußmatten der hinteren Sitzreihe bekräftigten die Vermutung der Bundespolizisten, dass sich kurz vor der Kontrolle weitere Personen in dem Pkw befunden hatten. Daher veranlassten sie eine Absuche im Umfeld der Rastanlage.

Fußspuren führten die Beamten dann in ein mehrere Hundert Meter entferntes Waldstück. Dort stießen die Beamten auf zwei durchnässte und stark zitternde Männer. Diese hatten trotz Kälte und Schneefalls lediglich Turnschuhe und keine Winterjacken an.

Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Syrer im Alter von 33 und 37 Jahren. Bei einem von ihnen ergab sich eine Übereinstimmung mit der Person, die auf der zuvor aufgefundenen Asylkarte abgebildet ist. Sie schilderten, dass sie per Lkw nach Österreich, per Pkw dann nach Deutschland geschleust worden waren. Zuletzt hätte sie der Fahrzeugführer trotz widriger Witterung aufgefordert, das Auto zu verlassen.

In der Zwischenzeit war den Bundespolizisten ein weiterer Pkw aufgefallen, der wiederholt am Auto des mutmaßlichen Schleusers vorbeigefahren war. Die Beamten stoppten das Fahrzeug. Wie sich herausstellte, handelte es sich um zwei Verwandte der beiden Syrer. Einer von ihnen hatte 2000 Euro dabei. Damit sollte den Ermittlungen zufolge der ägyptische Fahrer bezahlt werden.

Der 37-jährige Syrer wurde laut Bundespolizei einer Erstaufnahmestelle zugeleitet. Für den 33-Jährigen steht hingegen die Rückreise nach Rumänien an, da er dort bereits registriert ist. Der Ägypter wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Artikel 3 von 11