Kreisumlage soll um 1,5 Prozentpunkte steigen

von Redaktion

Sprecher der Bürgermeister können Erhöhung im kommenden Jahr nachvollziehen

Rosenheim/Prien – Wenn Kreisausschuss und Kreistag in dieser Woche über den Haushalt für 2022 beraten, steht auch eine Erhöhung der Kreisumlage um 1,5 Prozentpunkte zur Abstimmung. Darauf haben sich nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen die Kreistagsfraktionen im Vorfeld der Abstimmung mit Landrat Otto Lederer geeinigt.

Der Landrat wollte sich im Vorfeld der Beratungen in den beiden Gremien dazu nicht äußern. Nicht so wortkarg wie Lederer zeigten sich die Vertreter des Gemeindetages. Bernd Fessler, Rathauschef in Großkarolinenfeld und Sprecher der Bürgermeister im Landkreis, lobt vor allem die Vorbereitung der Sitzung durch den Landrat. Er habe für sehr große Transparenz gesorgt und beim Entscheidungsfindungsprozess alle Beteiligten eng eingebunden. Für die geplante Erhöhung der Umlage zeigt er Verständnis.

Ebenfalls Verständnis bringt Fesslers Stellvertreter, der Bruckmühler Bürgermeister Richard Richter, auf – auch wenn die Erhöhung einige Gemeinden härter treffen werde als andere. „Wir sitzen alle in einem Boot“, sagt Richter. Freilich benennt er auch klar seine Erwartungen an den Landkreis. „Im Jahr 2022 können die Gemeinden bei der Erhöhung mitgehen. Wenn der Landkreis in den kommenden Jahren ebenfalls mehr Geld braucht, müssen wir uns wieder zusammensetzen. Da muss man dann schauen, ob er eventuell Investitionen auf eine andere Zeitschiene setzen oder eine höhere Kreditaufnahme einplanen muss.“

Um das Haushaltspaket zu schnüren, trifft sich der Kreisausschuss morgen, Dienstag, um 14 Uhr im Landratsamt. Das Gremium berät bei dieser Gelegenheit auch über die Generalsanierung der Freisportanlagen des Gymnasiums Raubling. Endgültig entschieden über den Etat wird am Mittwoch, 15. Dezember, wenn der Kreistag ab 9 Uhr im König-Ludwig-Saal in Prien tagt.Norbert Kotter

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