Rosenheim – Unbekannte haben in der Nacht auf Donnerstag 25 Autos, zahlreiche Schilder und eine Bushaltestelle mit neon-gelber Farbe besprüht. Der Schaden liegt laut Polizei bei rund 20000 Euro. Jetzt suchen die Beamten nach Zeugen.
Den Start in seinen Morgen hatte sich ein 40-jähriger Mann aus Rosenheim wahrscheinlich auch anders vorgestellt. „Mein Nachbar hat gegen 9 Uhr bei mir geklingelt und mir gesagt, dass mein Auto besprüht wurde“, sagt er. Er habe sich daraufhin schnell ein paar Klamotten übergeworfen und sei nach draußen gegangen, um sich den Schaden anzuschauen. „Ich konnte es gar nicht glauben“, sagt er. Auf der linken Seite seines Kleinwagens habe er sofort die neon-gelbe Schmiererei gesehen. Und damit nicht genug. Innerhalb weniger Minuten hätten vier weitere Nachbarn bemerkt, dass auch ihre Autos betroffen gewesen seien. „Ich habe dann sofort bei der Polizei angerufen“, sagt der 40-Jährige, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Die Beamten hätten ihm gesagt, dass bereits etliche Anrufe bei ihnen eingegangen seien und sie – sobald sie die anderen Fälle aufgenommen hätten – bei ihm vorbeischauen würden. Später wird sich herausstellen, dass insgesamt 25 Autos in den Ortsteilen Aising, Aisingerwies und Happing beschmiert wurden. „Während der Aufnahme konnte eine vermutlich von den Tätern weggeworfene Sprühdose aufgefunden und sichergestellt werden“, sagt Polizeihauptkommissar Robert Maurer. Es handle sich um eine neon-pinke beziehungsweise neon-gelbe Farbe, die für Markierungen und Warnhinweise auf Baustellen genutzt werde.
Neben den 25 Autos hätten die Unbekannten auch rassistische Äußerungen auf den Asphalt geschmiert sowie Straßenschilder, Ortstafeln und die Scheiben an einem Bushäuschen beschädigt. „Der Schaden wird derzeit auf rund 20000 Euro geschätzt“, sagt Maurer.
Während die Polizei ermittelt, hat in Oberwöhr eine Waschaktion stattgefunden. „Wir haben alle versucht, die Schmierereien irgendwie zu entfernen“, sagt der 40-Jährige. Zum Großteil mit Erfolg. Nachvollziehen kann er die Tat dennoch nicht. „Ich frage mich wirklich, was in solchen Leuten vorgeht“, sagt er.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Taten geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.