„Weitestgehend ruhig“ – so bezeichnete ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd den Verlauf der Silvesternacht im Einsatzgebiet des Präsidiums. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte zu 273 Einsätzen ausrücken, im Vorjahr waren es sogar nur 219. Während die Polizei zum Jahreswechsel beispielsweise im Rosenheimer Nachbarlandkreis bei einem möglichen versuchten Totschlag in Ampfing (siehe Titelseite) kräftig gefordert war, kam es im Landkreis Rosenheim zu kaum nennenswerten Einsätzen. Nur ein Mann aus Prien hatte die Polizei längere Zeit auf Trab gehalten – und zwar unbeabsichtigt. Rund 25-mal waren ab 3 Uhr bei der Einsatzzentrale Notrufe über die Handynummer des Mannes eingegangen. Auf Rückrufe seitens der Beamten reagierte er allerdings nicht. Daher fuhr eine Streifenbesatzung bei dem Priener vorbei, dem es aber gut ging. Die Lösung des Anrufrätsels: Laut Polizei war das Handy des Mannes ins Wasser gefallen, woraufhin eine Fehlfunktion eingetreten war, sodass das Gerät selbstständig immer wieder Notrufe absetzte. Sonst konnten die Einsatzkräfte eine relativ ruhige Nacht verbringen und beispielsweise zahlreiche Raketen (Foto) genießen, die über Rosenheim das neue Jahr 2022 begrüßten. Foto Ziegler