Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat rund um den Jahreswechsel bei Grenzkontrollen auf der A93 Migranten festgestellt, die sich bei ihren illegalen Einreiseversuchen offenkundig unterstützen ließen. Gegen die vorläufig festgenommenen „Helfer“ wird ermittelt.
In der Nacht auf Montag stoppten die Kontrollbeamten bei Kiefersfelden einen in Schweden zugelassenen Pkw. Der Fahrer, ein gebürtiger Syrer, konnte sich mit schwedischen Aufenthaltspapieren ausweisen. Dagegen verfügten ein Staatenloser und eine Syrerin, die im Wagen mitfuhren, nicht über die erforderlichen Einreisepapiere.
Der Fahrzeugführer beteuerte wenig später bei der Bundespolizei in Rosenheim, nicht gewusst zu haben, dass Ausländer grundsätzlich schon beim Grenzübertritt ein Visum beziehungsweise eine Einreise- oder Aufenthaltserlaubnis benötigen. Trotz dieser vorgegebenen Unkenntnis wurde der 36-Jährige des Einschleusens von Ausländern beschuldigt. Seine Begleiter wurden der österreichischen Polizei überstellt.
Auch eine minderjährige Österreicherin musste auf Veranlassung der Rosenheimer Bundespolizei die Rückreise in ihr Heimatland antreten. Die 15-Jährige war mit einem 18- und einem 20-jährigen Afghanen unterwegs. Der jüngere der beiden Männer steuerte den Wagen, in dem das Trio an Silvester über die deutsch-österreichische Grenze gekommen war.
Seit Weihnachten
abgängig
Bei der Überprüfung der Personalien fanden die Bundespolizisten heraus, dass die Jugendliche seit dem ersten Weihnachtsfeiertag von den österreichischen Behörden europaweit als vermisst gemeldet worden war. Ihre afghanischen Begleiter, die nachweislich in Österreich registriert sind, konnten sich laut Bundespolizei nicht ordnungsgemäß ausweisen. Sie wurden wegen ihrer versuchten illegalen Einreise, der 18-Jährige, der am Steuer gesessen war, auch noch wegen Beihilfe dazu angezeigt und zurückgewiesen. Das Mädchen konnte der Obhut der Kufsteiner Polizei anvertraut werden.
Unmittelbar im Anschluss an die grenzpolizeiliche Kontrolle auf der Inntalautobahn durch die Bundespolizei mussten auch zwei syrische Staatsangehörige das Land wieder verlassen. Wie sich herausstellte, hatten der 25- und der 23-Jährige zuvor bereits in Österreich Asyl beantragt.
Am letzten Tag des alten Jahres hatte ein Moldauer von Rosenheim aus die Rückreise nach Österreich anzutreten. Er war mangels der für den Aufenthalt in Deutschland notwendigen Papiere wegen eines illegalen Einreiseversuchs auf der A93 festgenommen, angezeigt und zurückgewiesen worden.