Rosenheim – Seit Jahresbeginn können Leichtverpackungen im Landkreis Rosenheim gemeinsam entsorgt werden (wir berichteten). Entsprechende technische Voraussetzungen in den Sortieranlagen der Dualen Systeme machen diesen reduzierten Trennaufwand für die Bürger möglich. Sie können jedoch nach Einschätzung der Grünen im Landkreis die Nachteile des aktuellen Bringsystems nicht aufwiegen.
An den Wochenenden bilden sich nach Angaben der Partei im Landkreis weiterhin regelmäßig Autoschlangen vor den örtlichen Wertstoffhöfen und nur wer Zeit habe, nehme solche Wege überhaupt dauerhaft auf sich. Viele Wertstoffe wie Plastik, Metall, Tetrapak und Küchenabfall müssten nämlich von jedem Haushalt einzeln zum Wertstoffhof gebracht werden, was meistens mit dem Auto geschehe.
Auch in diesem Zusammenhang könnte nach Einschätzung der Grünen ein landkreisweites Holsystem für Bioabfall und Wertstoffe „aufwendige und nicht zuletzt umweltbelastende Fahrten überflüssig machen“. Tonnen, die regelmäßig vor der Haustür abgeholt würden, seien in jeder Hinsicht einem Bringsystem überlegen.
„In einer Wertstofftonne vor der Haustür lassen sich alle Verkaufsverpackungen und andere Gegenstände aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff sammeln“, nahm ein Grünen-Sprecher zum Vorschlag Stellung. „Das Sortieren übernehmen dann auch hier moderne Sortiermaschinen. Für das Sortieren und die Verwertung der Verpackungen haben die Bürger beim Kauf der Waren bereits bezahlt. Dieser Anteil fließt direkt an die Dualen Systeme.“