IG-Metall-Urgestein feiert seinen 80. Geburtstag

von Redaktion

Erwin Schmitzberger war zwölf Jahre Chef in Südostoberbayern – Führungsposition beim Bayernstreik 1995

Rosenheim – Erwin Schmitzberger feierte jetzt seinen 80. Geburtstag. Der in St. Peter am Hart in Oberösterreich geborene Jubilar hat die Geschicke der Rosenheimer Industriegewerkschaft (IG) Metall als Chef über viele Jahre geprägt.

Seine gewerkschaftliche Laufbahn begann bei der Vereinigten Aluminium-Werke AG in Töging mit einer Ausbildung zum Schlosser und dem Eintritt in die Gewerkschaft IG Chemie. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Dreher beim Traktoren- und Landmaschinenhersteller Eicher in Forstern. In dieser Zeit wurde er auch IG-Metall-Mitglied.

Nach zehn Jahren als Schlosser-Ausbilder bei der Firma Esterer in Altötting begann er 1970 seine hauptamtliche Tätigkeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund als Rechtsschutzsekretär für die Landkreise Mühldorf-Altötting. 1973 wechselte er zur IG Metall Rosenheim. Dort übernahm er das Wahlamt des Zweiten Bevollmächtigten und Geschäftsführers an der Seite des damaligen IG-Metall- Chefs Erwin Gößelein.

1988 wurde er dann IG- Metall-Chef für die Region Südostoberbayern, der flächenmäßig größten Geschäftsstelle der IG Metall bundesweit.

Dieses Amt hatte er bis zu seinem Eintritt in die Rente im Jahr 2000 inne und brachte es somit auf insgesamt 27 Jahre in Führungsverantwortung. Einer der bedeutendsten Höhepunkte seiner gewerkschaftlichen Laufbahn war seine Rolle als Streikführer des sogenannten Bayernstreiks 1995 in Traunreut. Die Betriebe Bosch-Siemens Hausgeräte und das Siemens Leuchtenwerk wurden 1995 bestreikt, als es um die Durchsetzung der 35-Stunden-Woche in der Metall- und Elektroindustrie ging.

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