Müllwagen kracht in VHS-Gebäude

von Redaktion

Schaden im sechsstelligen Bereich

Bruckmühl – Der 32-jährige Fahrer eines Mülllasters ist aus ungeklärter Ursache gestern Früh ins Gebäude der Bruckmühler VHS gedonnert. Er krachte ungebremst in ein Fenster, durchbrach die dazugehörige Außenmauer und blieb in einem Büroraum stecken. „Um 6.39 Uhr ging bei der Feuerwehr Bruckmühl die Unfallmeldung ein“, berichtete der Zweite Kommandant und Einsatzleiter Volker Schiechl. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute im Einsatz, dazu Polizei, ein Fachberater des Technischen Hilfswerks und mehrere Rettungswagen. Da eine Einsturzgefahr nicht auszuschließen war, wurde auch eine Rettungshundestaffel angefordert. Bei dem verunglückten Fahrzeug handelt es sich um einen Papiertransporter eines Unternehmens aus dem Landkreis Erding.

Fahrer und Beifahrer bleiben unverletzt

Zum Glück blieben der Fahrer des Fahrzeugs und dessen Beifahrer unverletzt. Daniel Hausner, Geschäftsführer des Erdinger Unternehmens, erklärte gegenüber den OVB-Heimatzeitungen: „Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass das passiert ist. Solange aber die Ursachen des Unfalls nicht geklärt sind, kann ich keine näheren Angaben machen.“ Ein Spezialfahrzeug des Unternehmens zog das Unfallfahrzeug letztlich aus der Außenwand. Anschließend wurde das zertrümmerte Mauerwerk eingesammelt und der Fenstersturz von Feuerwehrlern und Bauhofmitarbeitern abgestützt.

VHS-Leiterin Beate Maurer war sichtlich geschockt. „In dem betroffenen Büro sitzt normalerweise meine Mitarbeiterin. Zum Glück ist sie um diese Uhrzeit noch nicht da.“ Sie wird das zerstörte Büro in einen Seminarraum verlagern und hofft, „dass der Statiker nichts anderes sagt – schließlich beginnt in zehn Tagen das neue Semester“. Bürgermeister Richard Richter machte sich persönlich ein Bild von der Unfallstelle und zeigte sich erleichtert: „Ich bin heilfroh, dass zur Zeit des Unfalls dort noch keine Schüler unterwegs und auch die VHS-Büros noch nicht besetzt waren.“

Den Schaden am Mülllaster sowie am Gebäude bezifferte die Polizei in einer ersten Schätzung auf über 200000 Euro.Johann Baumann

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