Sanierung spart 178 Tonnen CO2

von Redaktion

Nach Abschluss der geplanten Sanierungsmaßnahmen am Bestandsgebäude des Landratsamtes können künftig trotz Erweiterung um ein siebtes Stockwerk 178 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Das berichtete Architekt Thomas Strähle dem Kreisausschuss.

Rosenheim – Es gibt einen Grundsatzbeschluss zur Erweiterung und mittlerweile auch eine Zeitachse. Die terminiert das Ende der geplanten Maßnahmen für das Jahr 2025, der Baubeginn könnte noch heuer erfolgen. Voraussetzung: Der Kreisausschuss gibt in einer der beiden nächsten Sitzungen endgültig grünes Licht für die Maßnahme, wenn er dann auch die Kosten kennt.

Nach den Vorstellungen des beauftragten Architekturbüros Aldinger in Stuttgart und der Kreisverwaltung soll mit der Errichtung des siebten Stockwerkes und der Sanierung des sechsten Stockwerkes begonnen werden. Trotz Raumgewinns – es entstehen bis zu 70 zusätzliche Arbeitsplätze – müssten keine neuen Flächen versiegelt werden. Die CO2-Einsparung ergibt sich durch die Halbierung der Heizenergie (120 Tonnen), die Umstellung auf LED-Leuchten (14 Tonnen) und die Nutzung einer Fotovoltaikanlage, die etwa 60 Prozent der Dachfläche bedecken soll (44 Tonnen). Wenn bei der jüngsten Sitzung auch kein Beschluss zu fassen war und die Information im Vordergrund stand, so entwickelte sich dennoch erneut eine Diskussion über die Notwendigkeit der Erweiterung und die Tatsache, dass im siebten Stock ein weiterer großer Besprechungsraum errichtet werden soll. „Das passt alles wunderbar zusammen.“ Auf diesen kurzen Nenner brachte CSU-Fraktionssprecher Felix Schwaller die Haltung seiner Fraktion zu diesem Projekt und befand sich damit auf einer Linie mit SPD-Kollegin Alexandra Burgmaier. „Die Maßnahmen sind für mich ein absoluter Glücksfall. Ich bin einfach total begeistert.“

Fraktionssprecher Sepp Lausch von den Freien Wählern räumte dagegen ein, dass seine Fraktion noch immer nicht von der Notwendigkeit der Gebäude-Erweiterung überzeugt sei. Da habe man weiterhin „ein bisserl Bauchweh“. Der Bedarf für den geplanten Besprechungsraum im siebten Stock ist für Lausch „nicht schlüssig.“ Während auch Andreas Winhart (AfD) die Notwendigkeit für diesen Raum in Zweifel zog, trat der Landrat den Skeptikern entgegen. „Der kleine und der große Sitzungssaal sind über Wochen hinweg ausgebucht. Die bestehenden Räume werden praktisch täglich in Beschlag genommen.“

Unterstützung erhielt Otto Lederer von Josef Fortner (ÖDP) und dem Tuntenhausener Bürgermeister Georg Weigl (CSU). „Das Besprechungszimmer im siebten Stock ist das Wichtigste“, sagte der Rathauschef.

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