Rosenheim – Ist damit das Projekt einer unterirdischen Verknüpfungsstelle für den Brenner-Nordzulauf im Wildbarren bei Niederaudorf vom Tisch? Das „Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung“ sieht die Alternative skeptisch. Die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellte Studie des Zentrums kommt zu dem Schluss, dass die Genehmigungsfähigkeit eines solchen komplexen Tunnelbauwerks fraglich erscheine. Deutschland betrete zudem mit einer unterirdischen Verknüpfungsstelle „eindeutig Neuland bei der Gestaltung von Eisenbahntunneln“. Die Prüfung, ob ein so komplexes Bauwerk funktionieren könne, sei aufwendig und teuer. Es sei abzuwägen, ob der Nutzen den Aufwand rechtfertige. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig äußerte sich enttäuscht. Aus der Lektüre der Studie ziehe sie den Schluss, dass die Vorzeichen für eine unterirdische Verknüpfungsstelle nicht besonders gut seien. „Das bedauere ich sehr.“ Oberaudorfs Bürgermeister Matthias Bernhardt zeigte sich dagegen gelassen. Die Bahn habe die Machbarkeit immer verneint. „Von daher ist das Ergebnis positiv: Die Studie widerspricht der Annahme nicht, dass es funktionieren könnte.“ we