Rosenheim – Viele freiwillige Helfer in den Kommunen im Landkreis Rosenheim sind gerüstet, um die Amphibien bei ihrer jährlichen Wanderung sicher über die Straßen zu bringen. Frösche, Kröten, Molche und Unken wandern am liebsten, wenn es nass ist und die Außentemperatur nachts bei über fünf Grad liegt.
In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Kreisbauhöfe und vom Straßenbauamt Rosenheim wurden in den kritischen Bereichen nach Möglichkeit Schutzzäune mit Auffangeimern aufgestellt. Auch Hinweisschilder und, wenn notwendig, Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen helfen, Tiere und Helfer zu schützen. Da die Amphibien vorwiegend von der Dämmerung bis zum Tagesanbruch unterwegs sind, versuchen die Helfer in diesen Stunden, sie sicher über die Straßen zu bringen. Tiere, die in Auffangeimer gefallen sind, werden über die Straße getragen. Die Freiwilligen sammeln aber auch Amphibien ein, die bereits auf der Fahrbahn unterwegs sind, um sie vor dem Überfahren zu retten.
Die Untere Naturschutzbehörde im Landkreis Rosenheim und der Bund Naturschutz Kreisgruppe Rosenheim appellieren an die Verkehrsteilnehmer, Rücksicht zu nehmen. Und zwar nicht nur auf die Frösche und Kröten, sondern auch auf die ehrenamtlichen Amphibienschützer am Straßenrand. Nach Angaben des Bund Naturschutzes werden in Bayern jedes Jahr durchschnittlich rund 500000 Amphibien gerettet.