Unter der Rubrik „Auszeit mit der ,Eiszeit‘“ beantworten die OVB-Heimatzeitungen immer samstags spannende Fragen rund um die „Eiszeit“, die Gegenstand der aktuellen Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen ist.
Wie haben die
Menschen in der
Eiszeit ohne
Heizung gelebt
In den eisigen Wintern konnten die Temperaturen bis minus 40 Grad sinken. Die wichtigste Wärmequelle war das Lagerfeuer. Das Feuer gab nicht nur Licht und Wärme, sondern schützte auch vor wilden Tieren und diente der Zubereitung von Nahrung. Doch wie machte man überhaupt ein Feuer ohne Feuerzeug oder Streichhölzer? Hierfür wurde mit einem Feuerbohrer und einer Bogensehne die Spitze eines Holzstabs so lange und schnell auf einem Weichholzstück gedreht, bis die Reibungshitze den feinen Abrieb entzündete. Oder man schlug so lange mit einem Feuersteinklumpen auf einen Metallerz-Brocken ein, bis die sprühenden Funken den hinzugefügten Zunder zum Glimmen brachten. Gegen kalte Füße halfen damals übrigens auch schon „Wärmflaschen“: Dazu wurden heiße Steine aus dem Lagerfeuer als Bettwärmer verwendet.