Rosenheim – Die Menschen in den Kirchengemeinden im evangelischen Dekanat Rosenheim, das von Haag im Landkreis Mühldorf über Grafing, Ebersberg, den Landkreis Rosenheim bis zur österreichischen Grenze reicht, setzen sich für ukrainische Geflüchtete ein.
So kann in Wasserburg ein Helferkreis über das Pfarramt kontaktiert werden. Angebote für Kinder im Gemeindehaus sind in Planung. Die Kirchengemeinden Rosenheim, Brannenburg, Kolbermoor und Großkarolinenfeld nahmen Geflüchtete auf. Unterstützung für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt bietet das Projekt „Familienzeit“ in Rosenheim. Ukrainische Mütter werden pädagogisch für Kinderbetreuung ausgebildet. Interessierte melden sich im Pfarramt der Versöhnungskirche in Rosenheim.
Die Diakonie Rosenheim schaltete einen Spendenaufruf, auch via Paypal, für die „Diakonie Katastrophenhilfe“ auf ihrer Homepage. Susanne Podchul koordiniert für die Diakonie Rosenheim die Soforthilfen. Dabei ist die „Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit“ mit Rat häufig erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der Ukraine.
Auch die „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ berät neu ankommende Ukrainer. Podchul verweist auf die App „Integreat“, die Informationen zum Leben in Deutschland und Rosenheim für Neuzugewanderte bietet. Sie ist in Deutsch, Englisch, Russisch, Polnisch, Rumänisch und Ukrainisch abrufbar. Für das „Rosenheimer Dolmetschernetz“ und das Projekt „Gemeinsam Kommunizieren – Interkulturelle Sprachmittlung in der Diakonie“ wurden mehrere neue Ehrenamtliche, vorrangig mit Russisch-Kenntnissen, gefunden.
Das Angebot „Therapeutische Angebote für Flüchtlinge“ kümmert sich um die Versorgung psychisch erkrankter oder seelisch massiv belasteter Flüchtlinge.
Das „Caritas-Zentrum Rosenheim“ bietet Flüchtlings-, Integrations- und Migrationsberatung sowie Fortbildung für Ehrenamtliche und die aufnehmende Bevölkerung an.