Auszeit mit der „Eiszeit“

von Redaktion

Unter der Rubrik „Auszeit mit der ,Eiszeit‘“ beantworten die OVB-Heimatzeitungen immer samstags spannende Fragen rund um die „Eiszeit“, die Gegenstand der aktuellen Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen ist.

Wie sahen Menschen in der Eiszeit aus?

Hausten die Eiszeitmenschen den ganzen Tag halbnackt und mit zerzausten Haaren in Höhlen? Nein! Sie waren sorgfältig gekleidet und gut ausgerüstet. Erlegte Tiere wurden nicht nur als Nahrungsquelle genutzt, sondern es wurde wirklich alles verwertet, besonders auch für Kleidung. Aus den Fellen stellte man warme Sachen her, die mit Sehnen zusammengenäht wurden. Als Nähnadel dienten durchbohrte feine Tierknochen. Es gab wasserdichte Schuhe, winddichte Kapuzenjacken und Hosen. Auch Fäustlinge waren mit Sicherheit dabei: alles aus Fell oder Leder. Stoff oder Wolle gab es nicht. Die Menschen machten sich auch gerne hübsch und trugen Schmuck, aufwendige Frisuren und schminkten sich vielleicht. Ketten mit durchbohrten Muscheln und Tierzähnen waren damals groß in Mode.