Kolbermoor – Es fällt den Mitgliedern des „Team Anne“ schwer, die Situation zu beschreiben, nachdem die erlösende Nachricht eintraf: Es gibt einen Stammzellenspender für Anne. Die Freunde der 34-Jährigen, die sich zusammengeschlossen hatten, um ihr bei ihrem Kampf gegen den Blutkrebs zu helfen, haben sich selbstredend über die Neuigkeit gefreut, zuallererst sei man jedoch dankbar gewesen.
Zumal es mit der Spende für Annes Heilung noch nicht getan ist. Sie müsse sich nun zunächst von den Strapazen erholen und befinde sich nun im Genesungsprozess, heißt es vom „Team Anne“. Dabei müsse sie viele Dinge beachten mit Blick auf ihre Ernährung, aber auch auf den Kontakt zu anderen Menschen. Erholung und Kraft sammeln stehe jetzt an oberster Stelle.
Anne leidet unter akuter myeloischer Leukämie (AML). Ihre Blutzellen vermehren sich unkontrolliert. Blutplättchen, rote und weiße Blutkörperchen – die Anzahl aller nimmt zu, ohne dass sie sich je zu funktionsfähigen Teilen des Blutes entwickeln. Im Gegenteil: An ihrem Entstehungsort – im Knochenmark – blockieren diese myeloischen Blasten die Bildung gesunder Blutzellen.
Anne selbst hat sich bei ihren Freunden mit einem Video gemeldet, in dem sie ihnen die frohe Botschaft unter Freudentränen mitteilte. Sie sei dankbar, hoffnungsvoll und glücklich. Ebenso wie das „Team Anne“, das sich noch immer vom Engagement der vielen Helfer und Unterstützer beeindruckt zeigt und vor allem dankbar ist für „so viel Herz und Miteinander“. Jens Kirschner