Kiefersfelden – In einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Aktion an der bayerisch-österreichischen Grenze haben Vertreter der von DGB Bayern, ver.di Bayern, ÖGB Tirol, dem DGB-Beratungsnetzwerk „Faire Mobilität“ und der bayerischen SPD gestern auf die ihrer Einschätzung nach „oftmals untragbaren Arbeits- und Lebensbedingungen“ von Mitarbeitern, die in der Region für mittel- und osteuropäische Speditionen unterwegs sind, aufmerksam gemacht und bessere Bedingungen eingefordert.
„Um die Menschen in Deutschland mit allen möglichen Gütern günstig zu versorgen, werden die Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer systematisch ausgebeutet“, kritisierte beispielsweise SPD-Vorsitzende Ronja Endres.
Günter Zellner, DGB-Regionsgeschäftsführer für Oberbayern, wies zusätzlich auf die Besonderheiten im Inntal hin: „Da die Eisenbahn-Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel auf bayerischer Seite immer noch nicht über die Trassenfindungsphase hinaus sind, wird der Straßenverkehr weiter zunehmen. Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer werden deswegen mit vermehrten Staus und Blockabfertigungen zu rechnen haben. Daher müssen wir für sie gute soziale Rahmenbedingungen an den Parkplätzen und Raststätten schaffen.“