Inzidenz befindet sich im Sinkflug

von Redaktion

Corona-Lage in der Region Rosenheim entspannt sich weiter

Rosenheim – Die Corona-Lage in der Region Rosenheim entspannt sich weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun auch im Landkreis deutlich unter die Marke 1000 gefallen. Zuletzt lag die Inzidenz für den Landkreis bei 811,6 (Vorwoche: 1049,6), für die Stadt Rosenheim bei 665,2 (Vorwoche: 894,8).

Das Infektionsgeschehen hat laut Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, im Vergleich zur Vorwoche noch einmal abgenommen, die aktuelle Welle klingt weiter ab. „Zu beachten ist dabei jedoch, dass in vielen Fällen kein PCR-Test mehr durchgeführt wird, was zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Infektionszahlen führen kann“, warnt Hierl.

Steigende Tendenz
bei den Teststellen

Die Testzahlen bei den Antigentests in den Teststellen der Region im März hingegen zeigen laut Gesundheitsamt mit über 170000 Tests im Vergleich zu den Vormonaten eine weiter ansteigende Tendenz, ebenso die Positiv-Rate (5,6 Prozent). Hierl: „Das Virus ist weiter unter uns und verbreitet sich. Wir müssen davon ausgehen, dass es spätestens im Herbst aufgrund der unzureichenden Immunität in der Bevölkerung zu einer erneuten Infektionswelle kommen wird.“

Dr. Hierl ruft zur
Impfung auf

Über die Schwere der Erkrankungen lasse sich nur spekulieren, ist Hierl überzeugt. „Um gut für die kalte Jahreszeit gerüstet zu sein, müssten sich noch deutlich mehr Menschen gegen Covid-19 impfen und boostern lassen“, so Hierl.

Die Zahl der wöchentlichen Neumeldungen beläuft sich aktuell auf 2971 Fälle für Stadt und Landkreis – wobei hier nach wie vor Nachmeldungen aus der Datenpanne von Ende Februar einfließen, die nachgetragen werden. Seitens des Gesundheitsamtes heißt es dazu: „Diese Altmeldungen fließen noch in die Fallzahlen der neu gemeldeten Fälle beim Robert-Koch-Institut ein, aber nicht in die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz. Damit fließen die Altfälle auch in die Auflistung der Gemeindefallzahlen ein.“ Der technische Aufwand, die Altfälle in den einzelnen Kommunen rechnerisch von den tatsächlichen Neufällen zu trennen, sei für das Rosenheimer Gesundheitsamt allerdings nicht leistbar. „Die Nachmeldung ist aber wichtig, um korrekt darzustellen, wie viele Positiv-Meldungen es seit Pandemiebeginn insgesamt in der Region gegeben hat“, so eine Behördensprecherin.

Weiter rückläufig ist die Zahl der pro Woche registrierten Corona-Toten in der Region. Sie ist zuletzt von vier auf nurmehr zwei an oder mit Covid-19 Verstorbene zurückgegangen. Die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Stadt und Landkreis offiziell registrierten Corona-Toten liegt nun bei 835, davon 40 im Alter von unter 60 Jahren. Die zuletzt hinzugekommenen zwei Todesfälle betreffen die Altersgruppe 60 bis 80 sowie über 80. Eine Person war in einem Heim betreut worden. In den Kliniken der Region entspannt sich die Lage weiter. Nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Michael Städtler, sind die Covid-19-Belegungszahlen auf den Normalstationen weiter abnehmend. Die Auslastung der Kliniken auf den Normalstationen ist Städtler zufolge unter anderem durch aufgeschobene Behandlungen insgesamt sehr hoch.

Unverändert ist die Infektionslage in den Alten- und Pflegeheimen der Region. Infektionsgeschehen registrierte das Gesundheitsamt in dieser Woche in 27 Alten- und Pflegeheimen (Vorwoche: 27). In vier Einrichtungen (Vorwoche: 7) ereigneten sich Ausbrüche mit fünf und mehr Fällen. Betroffen waren laut Gesundheitsamt 54 Bewohner (Vorwoche: 91) und 68 Mitarbeiter (Vorwoche: 78). Fünf Heimbewohner (9 Prozent; Vorwoche: 6) mussten hospitalisiert werden.

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