Grassau – Der Grassauer Marktgemeinderat hatte sich im Januar einstimmig zu einer Resolution bekannt, um die Situation der Landwirte im Hinblick auf den Wolf zu verbessern. Über alle Parteien hinweg forderten die Grassauer vier konkrete Punkte, um die Situation der Landwirte zu verbessern. Auch der Bernauer Gemeinderat hatte sich der Resolution angeschlossen.
Neben der Bündelung sämtlicher Aktivitäten rund um den Wolf bei einem offiziellen Ansprechpartner wollen die Grassauer eine vereinfachte Förderung von Herdenschutz sowie eine Zwischenfinanzierung erreichen.
Zudem will Kattari die Haftungsfrage bei wolfsbedingtem Herdenausbruch von den Landwirten auf den Staat übertragen, außerdem soll eine staatlich finanzierte Haftpflichtversicherung für Weidetierhalter eingeführt werden.
Gefordert wird als vierter Punkt eine Anpassung der Richtlinien für ökologische Tierhaltung und für den Schutz der Weidetierhaltung.
Die SPD-Fraktion brachte den Grassauer Antrag in den Landwirtschaftsausschuss im Landtag ein, jedoch stimmten Freie Wähler und CSU dagegen. Die Grünen enthielten sich und brachten einen ähnlichen Antrag ein, verzichteten jedoch auf den Aspekt der Haftung. Dieser wurde ebenso abgelehnt. Kattari zeigte sich enttäuscht, dass noch nicht einmal Ansatzpunkte aus der Grassauer Idee diskutiert worden waren.
„Ich weiß schon, dass es politisches Spiel gibt, aber das darf doch nicht das Ergebnis sein“, kritisiert der Grassauer Bürgermeister. hgy