Rosenheim – Das Infektionsgeschehen in der Region Rosenheim ist weiter rückläufig, die Corona-Lage entspannt sich merklich.
Zuletzt wurden binnen einer Woche 1359 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet – knapp 700 weniger als noch in der Vorwoche. Sinkend ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz für die Region: Der Landkreis lag am Freitag, 20. Mai, bei 435, die Stadt Rosenheim bei 346 (Vorwoche: Landkreis 648,4; Stadt 547,3).
Omikron-Welle
klingt weiter ab
Das Infektionsgeschehen ist laut Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, im Vergleich zur Vorwoche abgeschwächt. „Die aktuelle Welle klingt nach einer kurzen Plateauphase weiter ab.“
Die Behörde warnt jedoch weiter davor, dass in vielen Fällen kein PCR-Test mehr durchgeführt wird, was zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Infektionszahlen führen könne.
Kritischer Blick
auf Frühlingsfeste
Hierl mahnt zudem: „Aufgrund der zunehmenden sozialen Kontakte der Bevölkerung, zum Beispiel auf Frühlingsfesten, und dem weitgehenden Fehlen von Abstands- und Hygienemaßnahmen ist zu befürchten, dass die Infektionszahlen wieder deutlich ansteigen werden. Die Pandemie ist noch nicht beendet.“
Im Vergleich der Altersstruktur der seit 1. Mai gemeldeten Fälle mit denen im März 2022 zeigt sich laut der Behörde eine Zunahme des Anteils der positiv getesteten Über-60-Jährigen von 15 auf nunmehr 20 Prozent. Gleichzeitig hat der Anteil der 0 bis unter 18-Jährigen um fünf Prozentpunkte abgenommen.
Zurückgegangen ist die Zahl der seitens des Gesundheitsamtes registrierten Corona-Toten: von zuvor sieben an oder mit Covid-19 Verstorbenen auf zuletzt fünf. Vier der zuletzt Verstorbenen waren laut der Behörde über 80 Jahre alt, eine Person zwischen 60 und 80. Drei der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.
Die Gesamtzahl der offiziell registrierten Corona-Toten in der Region seit Pandemiebeginn vor inzwischen über zwei Jahren erhöht sich damit auf 859, davon 40 im Alter von unter 60 Jahren, insgesamt 566 über oder gleich 80 Jahre.
Zur Lage in den Kliniken in der Region Rosenheim: Nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Michael Städtler, sind die Belegungszahlen mit Covid-19 auf den Normalstationen weiter abnehmend, auf den Intensivstationen gleichbleibend niedrig.
In den Heimen in Stadt und Landkreis ereignete sich bei Bewohnern und Mitarbeitern weiterhin eine hohe Zahl an Infektionen, insgesamt scheint die Infektionsaktivität in den Einrichtungen aber abzunehmen, heißt es aus dem Gesundheitsamt.
Pflegeheime
betroffen
Betroffen waren in dieser Woche insgesamt 17 Alten- und Pflegeheime (Vorwoche: 24). In vier Einrichtungen (Vorwoche: fünf) ereigneten sich dabei Ausbrüche mit jeweils fünf und mehr Fällen bei Bewohnern. Corona-positiv waren diese Woche laut Gesundheitsamt insgesamt 43 Bewohner (Vorwoche: 92) und 55 Mitarbeiter (Vorwoche: 69). Fünf Heimbewohner mussten hospitalisiert werden (Vorwoche: sieben).
Auch Kindertagesstätten sind weiterhin von Corona-Infektionen betroffen. Zuletzt musste eine Gruppe geschlossen werden.
Impfquote bleibt
unterdurchschnittlich
Weiter unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt die Impfquote in der Region Rosenheim: mit 64,56 Prozent Erstimpfungen (bundesweit 78 Prozent) und 66,28 Prozent Zweitimpfungen (inklusive Johnson&Johnson; bundesweit 76 Prozent).
Aktuell können Bürger ab fünf Jahren im Impfzentrum in Rosenheim geimpft werden. Eine Registrierung ist unter www.impfzentren.bayern sowie in Ausnahmen telefonisch unter 08031/3658899 möglich.