Traunstein – Da die Pilotphase an den Landgerichten Landshut, Regensburg und Coburg und am Oberlandesgericht München erfolgreich durchgeführt wurde, erfolgt die schrittweise Regeleinführung der E-Akte an den Landgerichten und Oberlandesgerichten in Zivilsachen. So wird die sogenannte E-Akte nun auch am Landgericht Traunstein regulär eingeführt. Ab sofort setzt das Gericht bei neuen Zivilverfahren erster Instanz nur noch elektronische Akten ein.
„Die Welt wird immer digitaler. Die Justiz treibt die Digitaloffensive voran“, sagte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) anlässlich des Startschusses in der Stadt Traunstein. „Das verkürzt Verfahren, erspart Wartezeiten und schützt in Zeiten der Pandemie die Gesundheit der Prozessbeteiligten.“
Dem Beginn der Einführung der elektronischen Akte ging eine mehrjährige erfolgreiche Pilotierung voraus. Bis heute wurden nach Angaben des Justizministeriums circa 80000 Verfahren rein elektronisch geführt. Eisenreich: „Wir müssen 127 Standorte mit etwa 15000 Arbeitsplätzen mit der elektronischen Akte ausstatten. Die Erfahrungen bei der Pilotierung der elektronischen Akte sind sehr positiv.“
Bei den Amtsgerichten wurde die elektronische Aktenführung zunächst bei den Amtsgerichten Dachau, Straubing und Regensburg pilotiert. Aufgrund der guten Erfahrungen beginnt nun auch die Regeleinführung bei weiteren Amtsgerichten.