Rosenheim/Bad Aibling – Die coronabedingten Auswirkungen haben sich auch auf den Schülerwettbewerb „Heimat erleben“ von Stadt und Landkreis Rosenheim ausgewirkt. Bei der Preisverleihung im Landratsamt sprach Kulturreferent Christoph Maier-Gehring von einer „herben Delle“ bei der Anzahl der eingereichten Arbeiten. Dies habe sich jedoch nicht bei der Qualität bemerkbar gemacht: „Es wurde eine Reihe hervorragender Arbeiten eingereicht“.
Ähnlich äußerte sich der Landrat„Hut ab, was da rausgekommen ist“, so Otto Lederer, der findet: „Es ist wichtig, dass sich die Schüler intensiv mit ihrer Heimat auseinandersetzen. Um in dieser globalen Welt eine Wurzel zu haben, muss man hier verwurzelt sein“.
Die Klasse 2dG der Luitpold-Grundschule Bad Aibling beschäftigte sich im Fach Heimat und Sachkunde mit dem Namensgeber ihrer Schule, Prinzregent Luitpold. Es entstand eine mehrstöckige „Prinzregententorte“ aus Pappe. Diese von Andrea Maier betreute Arbeit bekam den ersten Preis bei den Grund- und Förderschulen sowie 500 Euro Preisgeld. Die Urkunde nahmen die Zwillinge Diana und Dafina entgegen.
Gleich drei Arbeiten vom Rosenheimer Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium belegten bei den Einzelarbeiten der gymnasialen Oberstufen die vorderen Plätze. Alle entstanden im W-Seminar Geschichte „Bayrische Regionalgeschichte“ zwischen 1850 und 1920, geleitet von Markus Größwang. Coralie Giess betonte in ihrer Arbeit „Salz und Saline in Rosenheim im Königreich Bayern“ die Bedeutung der Salzgewinnung in Rosenheim. Sie erhielt den dritten Preis sowie 150 Euro. Die Bedeutung der Eisenbahn untersuchte Valentin Keil für unter dem Titel „Industrialisierung in Rosenheim – Wie die Eisenbahn Rosenheim verändert hat“ und bekam dafür den zweiten Preis sowie 250 Euro.
Katharina Gartmeier untersuchte in ihrer Arbeit „Zwischen Königreich und Republik – Die Revolution im Landkreis“ die politischen Umstände von der Novemberrevolution 2018 bis zum Ende der Räterepublik 2019. Sie erhielt den ersten Preis und 500 Euro.
Anfang der 90er-Jahre wurde der „Regionale Schülerwettbewerb des Landkreises Rosenheim“ ins Leben gerufen, betreut vom Kulturreferenten im Landkreis. Unter dem neuen Titel „Heimat erleben“ richten das Landratsamt und das Stadtarchiv Rosenheim den Wettbewerb seit 2016 aus. Die Bewerbungsunterlagen für das kommende Jahr werden zu Schuljahresbeginn versandt, frühzeitig gibt es Informationen unter www.stadtarchiv.de. Anfragen beantwortet das Kulturreferat unter Telefon 08031/3921039 und das Stadtarchiv unter Telefon 08031/3651439.