„Liebe und Hoffnung“

von Redaktion

Leiter des Franziskaner-Ordens feiert Messe in Maria Eck

Siegsdorf – „Hoher Besuch“ aus dem Stammkloster der Franziskaner im italienischen Assisi war jetzt in Maria Eck bei Siegsdorf zu Gast. Pater Carlos Trovarelli, der als 120. Nachfolger des heiligen Franziskus gilt und Generalminister aller Franziskaner ist, zelebrierte zusammen mit dem Provinzial der Franziskaner-Minoriten, Pater Andreas Murk aus Würzburg, einen Festgottesdienst aus Anlass des Jubiläums „800 Jahre Franziskaner in Deutschland“.

Guardian Bruder Franz Maria Endres konnte weitere Brüder des Ordens und den Siegsdorfer Pfarrer Dekan Thomas von Rechberg als Mit-Zelebranten begrüßen und ging in kurzen Worten auf die 800-jährige Geschichte des Ordens in Deutschland ein. Das Stammkloster der Franziskaner-Minoriten in Würzburg ist das einzige Kloster nördlich der Alpen, das seit dem Jahr 1221 durchgehend Bestand hat. Seit 1891, also seit 131 Jahren, sind die Brüder als Seelsorger in Maria Eck vertreten.

Die eigentlich im vergangenen Sommer geplanten Veranstaltungen zum Jubiläum fielen größtenteils der Corona-Pandemie zum Opfer. Nun durften die Brüder aus Maria Eck erstmals seit vielen Monaten wieder einen „Generalminister“ aus Assisi im Chiemgau zu einem Festgottesdienst begrüßen.

Dekan Thomas von Rechberg nutzte als Pfarrherr des Pfarrverbandes Siegsdorf, Eisenärzt und Hammer die Gelegenheit, sich bei den Brüdern aus Maria Eck und dem gesamten Orden für die seelsorgerische Unterstützung zu bedanken. „Maria Eck ist dank eurer Arbeit und Fürsorge zu heutiger Blüte gereift, und eure Freude und euer Glauben prägen seit langer Zeit den gesamten Chiemgau.“

„Auf die Oberbayern ist Verlass“, freute sich der Provinzialminister der Franziskaner-Minoriten, Pater Andreas Murk, zu Beginn des Gottesdienstes, und verwies dabei auf das „herrliche Wetter und die blühende Umgebung“, die den hohen Besuch aus Assisi sichtlich beeindruckten. Umrahmt von den Liedern der Steiner Sänger und Harfenklängen von Rosa Janka zelebrierte er dann einen Gottesdienst am festlich geschmückten Freialtar unterhalb des Klosters. Die Predigt von Carlos Trovarelli in italienischer Sprache übersetzte Pater Murk mühelos für die aufmerksamen Gläubigen in die deutsche Sprache.

Der 120. Nachfolger des heiligen Franziskus, der den Orden weltweit leitet, überbrachte seinen Brüdern aus Maria Eck die Grüße des gesamten Ordens und den Segen des heiligen Franziskus und zeigte sich froh, nun auch diesen Ort, „von dem ich schon viel gehört habe“, kennenlernen zu dürfen. „Der Heilige Geist soll eure Herzen mit neuer Energie und Kraft füllen“, wünschte er den Gläubigen und nannte die „Aufwärtsbewegung von Jesus an Christi Himmelfahrt und an Pfingsten die Sendung des Heiligen Geistes von oben herab eine Verbindung aus Liebe und Hoffnung“.

Natürlich hatten die Brüder aus Maria Eck für ihren Gast auch eine Erinnerung vorbereitet. Zwei junge Siegsdorferinnen im Dirndl-gwand überreichten dem Ordens-Chef einen gut gefüllten „Chiemgauer Schmankerl-Korb“ und einen bunten Blumenstrauß, bevor der Generalminister allen den abschließenden Segen Gottes herabrief.

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