Unter der Rubrik „Auszeit mit der ,Eiszeit‘“ beantworten die OVB-Heimatzeitungen immer samstags spannende Fragen rund um die „Eiszeit“, die Gegenstand der aktuellen Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen ist.
Gingen auch Frauen auf die Jagd
Auf Höhlenmalereien sind meistens Männer bei der Jagd dargestellt. Lange glaubte man daher, dass nur die Männer auf die Jagd gingen, während die Frauen für das Sammeln von Beeren, Pilzen und Kräutern zuständig waren. Heute denkt man, dass es eine solch strenge Arbeitsteilung nicht gab und dass auch Frauen mit zur Jagd gingen. Allerdings waren Frauen wohl eher für die tägliche Fleischversorgung mit Fallen für Kleinwild zuständig, also Hasen, Schneehühner, Dachse oder Enten. Die gefährliche Großwildjagd war dagegen den mutigsten Jägern vorbehalten und davon wurden natürlich großartige Geschichten erzählt, die auch auf Höhlenbildern verewigt wurden. Die älteste Jagdwaffe war übrigens der Speer, aus dem später spezielle Speerschleudern entwickelt wurden. Damit konnte die Reichweite der Speere auf 30 Meter verdoppelt werden.