Grassau – Am frühen Donnerstagabend gegen 20.15 Uhr wurde ein 78-jähriger Mann leblos aus dem Reifinger Weiher geborgen.
Eine Frau hatte einen Notruf abgesetzt, dass ihr Mann beim Baden untergegangen sei. Zwei junge Männer erkannten den Ernst der Situation und sprangen ins Wasser, um nach dem Mann zu suchen. Nach mehreren Anläufen fanden sie die leblose Person einige Meter unter der Wasseroberfläche. Es gelang ihnen, den Grassauer ans Ufer zu bringen und wiederzubeleben. Bei den lebensrettenden Sofortmaßnahmen wurden sie von mehreren Badegästen, darunter auch zufällig anwesenden Feuerwehrleuten aus Grassau, unterstützt.
Als wenige Minuten später die Feuerwehr Grassau eintraf, setzte sie Maßnahmen samt Einsatz eines Defibrillators bis zum Eintreffen des Notarztes samt Rettungsdienst fort. Es gelang zunächst, den Mann so weit zu stabilisieren, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden konnte.
„Besser hätte eine Rettungskette nicht funktionieren können“, so das Fazit von Kreisbrandinspektor Georg König über den Einsatz in Grassau: „Ich ziehe den Hut vor diesen beiden Burschen, die alles richtig gemacht haben.“
Wie die Polizei mitteilt, starb der Grassauer jedoch später im Krankenhaus. Zur Klärung der Todesumstände ermittelt nun der Kriminaldauerdienst (KDD) der Kripo Traunstein. Nach ersten Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Der Mann sei laut Polizei wohl eines natürlichen Todes gestorben. hob/ku