Trauer bei den Starbulls – Sportkoordinator Oliver Häusler überraschend verstorben

von Redaktion

Der einstige Torhüter, erfolgreiche Nachwuchstrainer und Coach des Jahres ist nur 47 Jahre alt geworden

Rosenheim – Er war so etwas wie die Seele des Vereins, hob die Nachwuchsarbeit der Starbulls auf ein neues Niveau. Am Donnerstag ist Oliver Häusler (47) tot aufgefunden worden. Der Sportkoordinator der Starbulls wurde leblos in einer Kabine im Eisstadion entdeckt.

Für den Verein ein Verlust, der sich kaum ermessen lässt. Während andere nur noch auf Inzidenzzahlen blickten, schaute er in erster Linie auf seine Spieler.  „Kinder müssen einfach Sport machen. Das ist das Allerwichtigste“, sagte Oliver Häusler als Nachwuchs-Cheftrainer der Starbulls Rosenheim einmal der OVB-Sportredaktion. 

Freunde und Wegbegleiter beschreiben ihn als Kümmerer, als einen Rückhalt der Starbulls, der seine jungen Spieler mit seiner Begeisterung und Menschlichkeit inspirierte. Um so größer ist der Schock, den die vollkommen unerwartete Nachricht vom Tod des 47-Jährigen im Verein und in seiner Familie ausgelöst hat.

Zweimal mit der
U17 deutscher Meister

Zu den näheren Umständen ist noch nichts bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt wie üblich in solchen Fällen. Von einem Fremdverschulden sei nicht auszugehen, hieß es gestern vonseiten der Polizei.

Oliver Häusler brannte für Eishockey und die Starbulls, denen er erst als Torhüter, dann als Nachwuchstrainer verbunden war. Die größten Erfolge feierte der gebürtige Augsburger mit der U17, die er zweimal zum deutschen Meistertitel führte. In der Saison 2018/2019 wurde er zum Nachwuchstrainer des Jahres gekürt.

Die Starbulls setzten auf Häusler, erst vor wenigen Wochen wurde er zum Sportkoordinator des Eishockey-Oberligisten befördert. Häusler sollte die Verbindung zwischen Nachwuchs- und Profi-Bereich stärken. Häusler wollte dafür sorgen, dass sich die Starbulls als langfristige Heimat für Talente anboten. Denn die Reihe der erstklassigen Nachwuchsspieler aus Rosenheim ist zwar lang, in den vergangenen Jahren wanderten aber die meisten ab. Bekanntester Schützling Häuslers dürfte Lukas Reichel sein, der jetzt bei den Chicago Blackhawks in der nordamerikanischen Profiliga NHL unter Vertrag steht.

„Oli war das
Herz des Vereins“

Nach den Worten des Starbulls-Geschäftsführers Daniel Bucheli durfte man Häuslers neuen Job als Arbeit an der Seele des Vereins betrachten. Für die Starbulls sei es wichtig, die Identität zu stärken, sagte Bucheli bei der Ernennung. „Hier haben wir mit Oliver Häusler nicht nur die sportliche Expertise, sondern vor allem auch das Wissen, dass sein Herz durch und durch grün-weiß schlägt.“ Dieses Herz hat nun zu schlagen aufgehört.

Vorstand Marcus Thaller äußert sich bestürzt: „Wir stehen alle unter Schock und wollen es noch nicht wahrhaben. Oli war das Herz des gesamten Vereins, für den er immer alles gegeben hat. Uns fehlen die Worte.“

Die Starbulls haben nach den Worten Thallers den Betrieb „komplett eingestellt“. Mit Herzen und Gedanken seien die Starbulls bei der Familie, die jederzeit mit der vollen Unterstützung des Vereins rechnen könne. Thaller verabschiedete den ehemaligen Torsteher und Nachwuchstrainer mit Worten, die an die Nieren gehen: „Mach’s gut, Oli. Wir werden Dich immer in unseren Herzen haben.“ Michael Weiser

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