Mehrere tunesische Pässe im Schuh

von Redaktion

Schleuser-Aufgriff führt zu weiterem Einsatz in München

Rosenheim/München – Bei Grenzkontrollen im Eurocity aus Wien fiel Bundespolizisten am Dienstag kurz vor Rosenheim ein alleinreisender Mann auf, der den Eindruck vermittelte, sein Umfeld nicht mehr richtig wahrnehmen zu können. Bei der Passkontrolle händigte er seine Krankenkarte aus und gab an, dass es ihm nicht gut ginge. Bei der Überprüfung fanden die Beamten dann heraus, dass der gebürtige Berliner bereits wegen Drogendelikten, Betrugs und Hehlerei polizeilich in Erscheinung getreten war. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Rucksacks kamen zwei Mobiltelefone zum Vorschein, zu deren Herkunft er keine genauen Angaben machen konnte. Zudem hatte er mehrere tunesische Pässe in den Schuhen versteckt.

Die Bundespolizisten nahmen den 25-jährigen Deutschen in die Dienststelle mit. Gleichzeitig veranlassten sie, dass Kollegen am Zielbahnhof in München nach tunesischen Migranten fahndeten, die dort vermutlich aussteigen dürften. Tatsächlich konnte die Münchner Bundespolizei nach Ankunft des Zuges vier tunesische Staatsangehörige ohne Papiere antreffen. Ein Abgleich mit den Lichtbildern der Pässe, die in Rosenheim lagen, bestätigte, dass die in München in Gewahrsam genommenen Personen die Inhaber dieser Dokumente sind. Der 25-Jährige wird sich nun bald wegen des Vorwurfs des Einschleusens verantworten müssen.

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