Bad Aibling – „Mit diesem Abschluss habt ihr ein unbezahlbares Ticket für eure Zukunft erworben“, erklärte Studiendirektor Florian Dietz zu Beginn der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling.
Der stellvertretende Schulleiter hieß neben den Absolventen und dem Lehrerkollegium auch Vertreter von Ausbildungsfirmen sowie Zimmerer-Innungsmeister Thomas Pichler willkommen. Insgesamt 129 Schulabgänger in den Bereichen Anlagenmechanik Sanitär/Heizung/Klima, Industriemechaniker, Feinwerkmechaniker, Metallbauer-Konstruktionstechnik, Maurer und Zimmerer nahmen im Anschluss an die Feier in den jeweiligen Klassen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang.
Davon erzielten 36 Absolventen eine Abschlussnote von 1,5 oder besser und werden in einer separaten Veranstaltung den Staatspreis der Regierung von Oberbayern erhalten. Ferner wurden die Besten des Zimmerer-Berufsgrundschuljahres, die besten Absolventen der DSD1 Pro Prüfung (Zielniveau ist die Kompetenzstufe B1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens) und der beste schulischer Abschluss der Berufsintegrationsklasse geehrt. Außerdem konnten zwölf Schüler den mittleren Bildungsabschluss und fünf Schüler den Mittelschulabschluss erwerben. „Die Pandemie hat eure Ausbildungszeit in ein ganz besonderes Licht gestellt“, erklärte Landrat Otto Lederer und fügte hinzu: „Ihr habt das großartig gemeistert und dabei unter schwierigen Bedingungen Durchhaltevermögen gezeigt. Die Welt steht euch offen, aber ich hoffe, dass ihr im Landkreis bleibt und dort eure berufliche Erfüllung findet.“ Anerkennende Worte für die Leistung der Absolventen fand auch Kreishandwerksmeister Rudolf Schiller. „Ein Geselle soll und muss seine Leistungsfähigkeit Tag für Tag zeigen, und es kann jetzt auch sein, dass ihr einen Lehrling zugewiesen bekommt. Dem ist dann das Fachwissen beizubringen“, stellte er fest.
An die Schulabgänger appellierte er: „Zeigt, was in euch steckt.“ Oberstudiendirektor Jürgen Ersing konstatierte: „An Tagen wie diesen weiß man, dass das Kollegium der Berufsschule alles richtig gemacht hat.“ Die anschließende Ehrung (mit einer finanziellen Zuwendung des Landkreises) für die 36 Notenbesten (Notendurchschnitt 1,5 oder besser) nahmen Landrat Otto Lederer und Schulleiter Jürgen Ersing vor. Bei seinen Gedanken zum Schulabschuss stellte Oberstudienrat Christopher Gierke den Begriff der Schulfamilie in den Mittelpunkt. Diese bestünde aus den Urgroßeltern (= Landkreis), den Großeltern (= Schulleitung), den Patchwork-Eltern (Lehrkräfte einerseits und Sekretariat, Mensa und Sozialarbeit andererseits) und den Kindern (wissbegierig und dankbar, aber auch trotzig und frech).
Den Abgängern rief er zu: „Bleibt so, wie ihr seid und lasst euch von Misserfolgen nicht unterkriegen“. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der „Riederinger Schulhausmusi“ mit zünftigen alpenländischen Weisen.