Förderverein finanziert Therapien

von Redaktion

Chiemseehospiz in Bernau erhält vielfältige Unterstützung

Bernau – Erstmals hielt der Förderverein Chiemseehospiz unter Leitung von Alois Glück in den Räumen des Chiemseehospiz in Bernau die Mitgliederversammlung ab. Das Chiemseehospiz wurde unter anderem mithilfe der OVB-Leser errichtet, die bei der Weihnachtsaktion 2017 rund 875000 Euro gespendet hatten. In den Rechenschaftsberichten wurde deutlich, dass der Förderverein die Einrichtung für Menschen weiter unterstützen kann.

So stellte er im vergangenen Rechnungsjahr 260000 Euro zur Verfügung für Zusatz-Therapien, die die Kassen nicht übernehmen, und Weiterbildungen der Mitarbeiter. Außerdem ermöglichte das Geld die Anschaffung von Kunst-Gegenständen. „Ohne die vielen privaten Spenden und Initiativen wären die zusätzlichen Maßnahmen im Personalbereich nicht möglich“, so Glück.

Stefan Scheck, Vorsitzender des Chiemseehospiz, erläuterte die Entwicklung der Einrichtung in den ersten anderthalb Jahren. „Die Chiemseehospiz ist als Kommunalunternehmen ein Sonderfall unter den 23 Hospiz-Häusern in Bayern. Im Jahr 2021 hatten wir 61 Sterbefälle, wobei das Alter zu einem Drittel zwischen 61 und 75 Jahren lag und elfmal zwischen 46 und 60 Jahren.“ Die durchschnittliche Belegung 2021 habe bei 61,3 Prozent gelegen.

Das Kommunalunternehmen habe sich, so ergänzte Glück, aufgrund des Zusammenwirkens der Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land und der Stadt Rosenheim, in Bernau etabliert und erfahre eine hohe Wertschätzung.

Die Vertreter der Hospiz- und Palliativ-Vereine berichteten anschließend von coronabedingten Unterbrechungen bei den ehrenamtlichen Besuchs- und Betreuungsdiensten. Künftig sollen diese Dienste zur Entlastung des Personals wieder stärker zur Geltung kommen.hö

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