Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Donnerstag in Rosenheim die Reisepläne von drei jungen Männern zunichtegemacht. Kontrolliert wurde das Trio in einem Fernreisezug im Rahmen der Grenzkontrollen. Am Rosenheimer Bahnhof veranlassten Einsatzkräfte, dass die drei Männer, die sich nicht ausweisen konnten, den Eurocity aus Italien verließen. Fahrscheine für die Reise nach München hatten sie ohnehin nicht gekauft. Eigenen Angaben zufolge handelte es sich um einen Algerier und zwei libysche Staatsangehörige. Mithilfe ihrer Fingerabdrücke fanden die Beamten jedoch heraus, dass einer der beiden Libyer tatsächlich ein Tunesier ist. Der 19-Jährige war laut Polizeicomputer in der Vergangenheit bereits wegen unerlaubter Einreise und illegalen Aufenthalts in Erscheinung getreten. Auf richterliche Anordnung hin, wurde der Tunesier in eine Abschiebehafteinrichtung gebracht. Auch seine beiden Begleiter zeigte die Rosenheimer Bundespolizei wegen Leistungserschleichung und versuchter unerlaubter Einreise an. Der Algerier erhielt nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei außerdem eine Strafanzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz. In der Umhängetasche des 19-Jährigen hatten die Beamten bei der Durchsuchung mehrere Gramm Cannabis gefunden. Zusammen mit dem 22-jährigen Libyer wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zurückgewiesen und letztlich den österreichischen Behörden überstellt.