Rosenheim – Pünktlich um 12 Uhr hieß es am Samstag „O´zapft is“ beim Rosenheimer Herbstfest. Für die Wiesnwache und die Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim, ist dies der Auftakt für 16 lange und fast auch immer ereignisreiche Arbeitstage. Bis auf kleinere Zwischenfälle können wir von einem friedlichen Wiesnauftakt sprechen.
Eine Nacht in der
Ausnüchterungszelle
„Unbandig stark“ fühlte sich ein 21-jähriger Traunreuter. Beim Verlassen des Festgeländes gegen 23 Uhr, stänkerte er andere Besucher an und wurde von der Wiesnwache gebeten, doch friedlich nach Hause zu gehen. Doch keineswegs, er ging dann auf die Beamten los und fing an sie zu schubsen. Der Traunreuter, mit rund 1,50 Promille stark alkoholisiert, musste die restliche Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen. Konsequent wurde ihm auch ein Wiesnverbot ausgesprochen.
„Zu viel Kraft oder Power“, hatte wohl ein 27-jähriger Rosenheimer am Ludwigsplatz kurz nach Mitternacht. Zeugen schilderten, dass er in seinem Übermut versuchte, eine Schaufensterscheibe einzuschlagen und die Beamten stellten ihn deshalb zur Rede. Seiner „Kraft“ wohl etwas übermütig, ging er jetzt auf die Beamten los. Er musste mit Handschellen zur Dienststelle verbracht werden und die restliche Nacht durfte er dann in einer Zelle verbringen.
Mit annähernd zwei Promille war der 27-Jährige stark alkoholisiert. Wenn zwei Promille, auf knapp unter zwei Promille treffen und dann auch noch böse Wortfetzen fliegen, ist das Ergebnis oft eine Rangelei. So gerieten gegen 22 Uhr ein 24-Jähriger und 31-Jähriger, beide aus Rosenheim, in diesem benebelten Zustand auf dem Festgelände aneinander.
Beide erhielten von der Wiesnwache ein Wiesnverbot und der Vorfall bleib ohne größere Verletzungen. Kurz danach kamen sich mehrere Personen beim Tanzen auf den Bierbänken in die Haare.
Ein 33-Jähriger aus Altenmarkt und ein 28-Jähriger aus München hatten vom Tanzstil des anderen „Mittänzers“ unterschiedliche Auffassungen.
Jedenfalls gingen die beiden dann aufeinander los. Durch den Tumult fielen die Übermütigen von der Bierbank auf den Boden und wurden vom Sicherheitsdienst getrennt. Beide hatten rund zwei Promille. Der Münchner erlitt nach medizinischer Auskunft einen Nasenbeinbruch.
Langfinger machen leider auch vor dem Herbstfest nicht halt. Diese Erfahrung mussten gestern auch zwei junge Wiesn-Dirndl aus dem Landkreis Rosenheim machen. Ihnen wurde das Handy im Getümmel aus ihren Taschen gestohlen.
Mithilfe der Polizei konnte ein kleiner Bub aus Kolbermoor nach nur fünf Minuten Suche seinen Eltern übergeben werden. Die Jugendbeamten der Rosenheimer Polizei waren auf dem Festgelände sowie im Umfeld präsent. Sie wurden dabei von Mitarbeitern des Jugendamtes der Stadt Rosenheim unterstützt.
Etwas tiefer wird die Polizei bei einem Geschäft einsteigen, die Jugendlichen hatten kurz vor der Kontrolle eine Flasche Wodka im Laden gekauft und konsumierten schon fleißig das hochprozentige Getränk im Nahbereich des Festgeländes.
Der verantwortliche Ladeninhaber muss mit einer Anzeige nach dem Jugendschutzgesetz rechnen Bereits am ersten Tag mussten acht Fahrzeuge abgeschleppt werden, da sie verbotswidrig auf Parkplätze für Behinderte parkten. Vor allem Parksünder auf den Stellplätzen für Busse und Taxis wurden verwarnt, aber auch Fahrzeuge, die im absoluten Haltverbot abgestellt waren, müssen mit einer Verwarnung rechnen.
Findige Idee endet
mit Bußgeldverfahren
Etwas dazuverdienen, so die Vermutung der Rosenheimer Polizei, wollten sich zwei Rosenheimer. Die beiden junge Männer verkauften Bier „to go“. Eine Genehmigung oder Ausnahme vom Ladenschluss hatten sie nicht. Die Polizei stellte den Verkauf ein und leitete ein Bußgeldverfahren ein.