Rosenheim – Am letzten Wiesnwochenende hatte die Wiesnwache nochmal alle Hände voll zu tun. So mussten sie am Freitag einen 40-jährigen Österreicher, der zwei Promille aufwies und Frauen, die nicht auf seine Avancen eingingen, anpöbelte, gleich zweimal vom Gelände verweisen.
Ein 54-jähriger Flintsbacher, der sich zunehmend aggressiv zeigte und Beamte als „Vollpfosten“ betitelte, wurde in Gewahrsam genommen und in eine Ausnüchterungszelle gebracht. Die war ihm scheinbar zu spartanisch: So dekorierte er die Zelle mit Klopapier, die er wie Girlanden aufgehängt hatte.
Mit einer leichten Verletzung endete für einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein am Freitag der Besuch des Herbstfestes. Er war mit einem Unbekannten wegen einer Versicherung in Streit geraten, woraufhin ihm der Unbekannte laut Polizei ins Gesicht geschlagen hatte.
Mit einem unbelehrbaren Wildpinkler sahen sich die Wiesnschandis dann am Samstagabend konfrontiert. Den 32-jährigen Österreicher erwartet nun ein Bußgeldverfahren.
Gar ein Auto zum Druck ablassen hatte sich ein 18-jähriger Österreicher ausgesucht. Als ihn die Beamten ansprachen, drehte sich der junge Mann um. Die Beamten konnten sich nach Angaben eines Polizeisprechers nur mit einem Sprung zur Seite vor dem Urinstrahl retten. Anschließend versuchte sich der Mann mit offenem Hosentürl aus dem Staub zu machen – was mit rund zwei Promille aber misslang. Arbeitskollegen brachten den 18-Jährigen schließlich nach Hause.
Nicht nach Hause gefunden hatte hingegen ein 34-jähriger Burghausener, der in Gärten und auf Terrassen an der Schlößlstraße herumgeschlichen war. Anwohner riefen die Polizei. Die nahm den Mann, der nach eigenen Angaben „nur zurück zu sich nach Burghausen“ wollte, mit auf die Wache, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte.