Bruckmühl – Heuer war es für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim (AELF) sowie für den Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Rosenheim (VfL) wieder möglich, am Kirchweihmontag eine Hofbesichtigung durchzuführen. Schönstes Herbstwetter und das Kommen von annähernd 400 Bäuerinnen, Bauern und landwirtschaftlich Interessierten trafen auf dem Hof von Katrin und Leonhard Mayer in Mittenkirchen in der Gemeinde Bruckmühl zusammen. Bei all den Sorgen der Zeit machte die gelungene Entwicklung dieses landwirtschaftlichen Betriebs Mayer vielen Anwesenden Mut und das Zusammentreffen klang nach vielen Fachinformationen zünftig und gesellig und somit kirchweih-traditionell aus. Die Begrüßung auf dem Hof nahmen VlF-Vorsitzender Josef Grandl und Anna Bruckmeier, stellvertretende Behördenleiterin und Bereichsleiterin Landwirtschaft beim AELF, gemeinsam auf dem Milchviehbetrieb der Familie Mayer vor. Bei der Hofbesichtigung betonte Bruckmeier, dass in den vergangenen zwei Jahren im Landkreis Rosenheim fünf Prozent der Betriebe ihre Milchvieh- und Mutterkuh-Haltung aufgegeben hätten. „Wir sind in einer Zeit, in der jeder Betrieb nach einem neuen Optimum suchen muss, das ist eine herausfordernde Aufgabe, der sich die Familie Mayer mit Erfolg gestellt hat“. Wie Leonhard Mayer, der Betriebsleiter vor der Hofbesichtigung erklärte, war die intensive Planungsphase entscheidend für die gelungene und zukunftsfähige Weiterentwicklung des Milchviehbetriebs von der Anbindehaltung zu einem modernen, luftigen Laufstall. Aktuell sind 58 Milchkühe und zwölf Kalbinnen auf dem Hof mit 44 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche (33 Hektar Grünland, elf Hektar Acker mit acht Hektar Mais und drei Hektar Ackergras). „Lange haben wir überlegt, ob wir aussteigen oder weitermachen. Wir haben uns letztlich um preisgünstige Umbau-Lösungen bemüht. Dabei haben wir den Altbau so weit wie möglich genutzt und einen Melkroboter angeschafft“. Bis 2021 war auf dem Hof ein Anbindestall mit 45 Kühen, mit dem Stallumbau und Stallanbau kann nunmehr die Anzahl der Kühe sogar noch etwas erweitert werden.
Für die musikalische Gestaltung des Nachmittags sorgte die Musikgruppe „Vonger Viererblosn“.hö