Rosenheim – Kinder haben ein Recht auf beide Eltern, auch nach einer Trennung. Den meisten Eltern gelingt es, eine vernünftige Regelung zu finden. Doch wenn die Gestaltung des Umgangs schwierig ist und das Kind deswegen keinen oder nur eingeschränkten Kontakt zum getrenntlebenden Elternteil hat, kann ein begleiteter Umgang helfen.
Dabei „werden die Treffen des Kindes mit dem getrenntlebenden Elternteil beim Kinderschutzbund begleitet“, erklärt Renate Plesch, Sozialpädagogin und Leitung für den Bereich Rosenheim. Außerdem bekommen die Eltern Hilfe beim Finden einer einvernehmlichen Lösung durch pädagogische Fachkräfte. Außerdem sind Treffen im Besuchscafé samstags abwechselnd in Rosenheim und Wasserburg möglich.
Aktuell sucht der Kinderschutzbund Verstärkung, denn immer mehr Familien nehmen den begleiteten Umgang in Anspruch. Magdalena Restle, ebenfalls Sozialpädagogin und Leitung für den Bereich Wasserburg, beschreibt: „Wir suchen Personen, die die Begleitung der Treffen in Rosenheim oder Wasserburg übernehmen möchten. Interesse für das Themengebiet Trennung, eine neutrale Haltung den Eltern gegenüber und Handeln mit Blick auf das Kindeswohl sind uns wichtig. Interessierte sollten bereit sein, auch mal an einem Samstag zu arbeiten, da sowohl das Besuchscafé als auch viele begleitete Treffen samstags stattfinden.“
Anfang nächsten Jahres bietet der Kinderschutzbund eine kostenfreie Schulung zum Umgangsbegleiter an. Weitere Informationen und Anmeldung bei Renate Plesch unter den Telefonnummern 08031/12929 oder 0170/3711773 und per E-Mail an r.plesch@kinderschutzbund-rosenheim.de.