Bornavirus fordert einweiteres Todesopfer in Bayern

von Redaktion

Erste Studienergebnisse werden Ende November erwartet

Unterdietfurt/Maitenbeth/ Mühldorf – Das seltene Bornavirus hat ein weiteres Todesopfer in Bayern gefordert. Eine infizierte Frau aus der Gemeinde Unterdietfurt im Kreis Rottal-Inn – unweit der Grenze zu den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting – wurde im Sommer in ein Krankenhaus eingeliefert und dort stationär behandelt.

Auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen erklärte Mathias Kempf, Pressesprecher des Landratsamts Rottal-Inn, dass die Frau „kurze Zeit nach dem Ausbruch der Krankheit verstorben“ ist. Die Untersuchungen zur Infektionskette würden demnach derzeit noch laufen, weitere Fälle wurden allerdings Angaben des Landratsamts zufolge bislang nicht bekannt.

Im Sommer verstarb ein siebenjähriger Junge aus Maitenbeth im Landkreis Mühldorf am Inn an dem tödlichen Virus (wir berichteten). Dies war der dritte Fall in dem oberbayerischen Landkreis seit 2019. Das Virus wird von Feldspitzmäusen übertragen und ist als Tierseuche bekannt, wurde aber in den vergangenen Jahren auch als Ursache schwerer Gehirnentzündungen beim Menschen identifiziert.

Um weitere Erkenntnisse über die lokale Bornavirus-Situation, mögliche Ansteckungswege, Verlaufsformen, Schutzmöglichkeiten sowie die Anzahl infizierter Feldspitzmäuse vor Ort zu erlangen, wurden seit Juli vom LGL in Kooperation mit der Universität Regensburg, dem Friedrich-Loeffler-Institut sowie dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg (BNITM) verschiedene Studien in Maitenbeth durchgeführt.

Experten werden am Dienstag, 29. November, über die Ergebnisse der Studien berichten. Sebastian Aicher

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