Rosenheim – Der Schützengau Rosenheim mit insgesamt 80 Schützenvereinen und mehr als 7200 Schützen blickt auf 100 Jahre Tradition zurück. Dieses Jubiläum feierte Gauschützenmeister Gerhard Nevihosteny mit den Vorstandskollegen, Ehrengästen vom Bayerischen Sportschützenbund, Vertretern aus der Politik und Gauschützenmeistern aus dem Bezirk Oberbayern sowie Vorständen aus dem Schützengau Rosenheim.
Der Schützengau habe es seit seiner Gründung am 3. Dezember 1922, mit damals zwölf Vereinen und der Bezeichnung „Gau 19“, prächtig verstanden, gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten zu meistern, wie der Gauschützenmeister seine Ansprache eröffnete. Stolz sein könne der Verband auf die zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerbe, aus denen erfolgreiche Leistungsträger und Sieger auf Gauebene sowie bei Weltmeisterschaften oder Olympiaden hervorgingen. Ziel sei, die Schützensache wieder zu festigen und auch der Öffentlichkeit zu erklären, was dahinter stecke. Größtes Problem für den Schützengau seien fehlende Schützenheime mit entsprechenden schießsporttechnischen Einrichtungen bei vielen Vereinen.
Wie Eva Gottstein, die Beauftragte der bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt, betonte, werde der Schützensport vom Ehrenamt getragen und möchte gesehen und wertgeschätzt werden. Gerade diese Wertschätzung komme mit Blick auf verantwortungsvolle Jugendarbeit sowie unermüdlichen Einsatz für Training, Organisation und Durchführungen von Veranstaltungen und somit Erhalt von Dorfgemeinschaften zu kurz. Genauso sagte der Landesvorsitzende des Bayernbunds, Sebastian Friesinger, die Gesellschaft lebe von Leuten, die dem „Ehrenamt die Ehre“ geben.
Nach Ansicht von Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer hätten sich die Rahmenbedingungen für das Schützenwesen mit strengeren Auflagen zum Leidwesen der Vereine stark verändert.
Der Schützengau Rosenheim zählt mit zu den starken, insgesamt 106 zählenden Ehrenamtsverbänden im Bayerischen Sportschützenbund, wie deren Landesschützenmeister Christian Kühn in seiner Rede herausstellte. Dabei habe er sich stets weiterentwickelt. Die coronabedingten Einschränkungen und den Stillstand bezeichnete er als historische Herausforderung. Aber der Neustart gelang sogar mit weiteren Mitgliedern. pes