Bewegende Worte und Spendenangebot

von Redaktion

Geld für Gedenken an „Gold-Rosi“

Reit im Winkl – Seit das Kondolenzbuch für die verstorbene Doppel-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier aus- liegt (wir berichteten), finden sich immer wieder Menschen im Rathaus von Reit im Winkl ein, die ihre Anteilnahme am Tod der bekannten Skisportlerin zum Ausdruck bringen. Bürgermeister Matthias Schlechter liegt jetzt sogar ein Spendenangebot vor.

Es ist ein Hinweis, der Rückschlüsse auf die große Beliebtheit der im Alter von 72 Jahren verstorbenen Rosi Mittermaier zulässt, die am 4. Januar einer Krebserkrankung erlegen ist. „Neben Einheimischen kommen auch viele Urlauber ins Rathaus, um sich mit einem Eintrag im Kondolenzbuch von der ,Gold-Rosi‘ zu verabschieden“, berichtet Schlechter. Auch der Bürgermeister selbst hat bereits eine Widmung in das Buch geschrieben und Mittermaier für ihre lebenslange Verbundenheit zu ihrer Heimatgemeinde gedankt.

Absender aus dem gesamten Bundesgebiet

Bei den E-Mails, die nach ihrem Tod bisher im Rathaus eingingen, handelt es sich zum Teil um Absender aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Zuschrift eines im Landkreis Traunstein wohnenden Mitbürgers, der anonym bleiben möchte, hat den Bürgermeister besonders berührt. Weil sein Vater in der Nachkriegszeit beim Forst beschäftigt und im Bereich der Winkl- moosalm tätig war – hier wohnte Rosi Mittermaier zusammen mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern als Kind und während ihrer Jugendzeit –, hat er eine Spende in Höhe von 1000 Euro angeboten. Das Geld soll dazu beitragen, der Verstorbenen ein würdiges Gedenken in ihrer Heimatgemeinde zu bewahren.

Bürgermeister bindet Gemeinderat ein

Die Erinnerung an Rosi Mittermaier in Reit im Winkl in einer angemessenen Form lebendig zu halten, das ist auch ein Anliegen des Rathauschefs. Von Schnellschüssen hält er nichts. „Wir müssen uns da erst einmal gemeinsam mit dem Gemeinderat Gedanken machen“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Schlechter kann sich vorstellen, dass die Gemeinde im Sommer zu einer Gedenkveranstaltung für Rosi Mittermaier auf der Winklmoosalm einlädt. Auch ein Bronzerelief, das an die Trägerin des Ehrenrings von Reit im Winkl erinnert, ist ein Gedanke, dem er etwas abgewinnen könnte. „Wir werden das in aller Ruhe besprechen und uns natürlich auch mit der Familie beraten“, versichert der Bürgermeister. Norbert Kotter

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