Zwölf Tiere verenden bei Brand eines Stallgebäudes in Gstadt

von Redaktion

Acht Rinder und vier Kälber sterben – Schaden im sechsstelligen Bereich – Sechs Menschen leicht verletzt

Gstadt – Bei einem schweren Brand eines Stallgebäudes an einem landwirtschaftlichen Anwesen im Gemeindegebiet Gstadt am Chiemsee wurden am vergangenen Freitag mehrere Personen leicht verletzt und mehrere Rinder verendeten. Der Sachschaden liegt ersten Schätzungen zufolge im hohen sechsstelligen Bereich. Die Kripo Rosenheim übernahm die polizeilichen Untersuchungen zur Brandursache.

Wassermangel
behindert Feuerwehr

Gegen 19 Uhr bemerkten Anwohner eines landwirtschaftlichen Anwesens in Gstadt einen schon stark entwickelten Brand an einem Stallgebäude. Die sofort angeforderten, zahlreichen Einsatzkräfte der Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden konnten einen Vollbrand des Stalles nicht mehr verhindern. Das Gebäude ist letztendlich erheblich ausgebrannt.

„Als die ersten Kräfte der Feuerwehr eintrafen, standen zwei Fürste des Gebäudes bereits voll in Brand. Es handelte sich um einen offenen Stall ohne Zwischendecke. Die Isolierung brannte ebenfalls und tropfte brennend herab. Das war schon ein außergewöhnlicher Einsatz, den es in der Form zum Glück nicht so oft gibt“, berichtet Rosenheims Kreisbrandrat Richard Schrank.

Erschwerend kam hinzu, dass vor Ort nicht genügend Wasser für die Löscharbeiten zur Verfügung stand. „Das ist eine bauliche Sache. Wir mussten dadurch mit großen Tankfüllungen pendeln“, erklärt Schrank. Erste Aufgabe der Feuerwehr war vor Ort, das Übergreifen des Feuers auf die anderen Gebäude zu verhindern und die weit über 100 Tiere in Sicherheit zu bringen. Nicht in allen Fällen gelang das – Schranks Angaben zufolge verendeten bei dem Brand acht Groß- und vier Kleintiere beziehungsweise mussten durch den hinzugerufenen Tierarzt erlöst werden. Etliche weitere Rinder erlitten durch das Feuer Verletzungen. Auch sechs Menschen wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. „Die Bauern und viele Nachbarn waren vor Ort und haben tatkräftig geholfen“, sagt Schrank.

Gegen Mitternacht war das Feuer gelöscht. Die Feuerwehr blieb bis 9 Uhr morgens vor Ort, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Insgesamt waren rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz. Feuerwehr-Kommandant Christian Summerer, Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz und das Rote Kreuz waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Staatsstraße 2090 musste während der Löscharbeiten komplett gesperrt werden. Der Sachschaden liegt ersten Schätzungen zufolge im hohen sechsstelligen Bereich.

Keine Hinweise
auf Brandstiftung

Noch während der Löscharbeiten der Feuerwehr übernahmen Beamte der Polizeiinspektion Prien am Chiemsee sowie des Kriminaldauerdienstes der Kripo Rosenheim die ersten polizeilichen Untersuchungen vor Ort. Die weiteren Ermittlungen werden vom zuständigen Fachkommissariat 1 der KPI Rosenheim übernommen.

Zur Brandursache kann zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Angabe gemacht werden, dies ist Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich für die Ermittler bislang aber nicht. mh

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