Irschenberg – Trotz winterlicher Straßenverhältnisse meinte ein Autofahrer am Sonntag auf der A8 offenbar, die Leistung seines Boliden testen zu müssen. Der Raser fiel einer Streife der Verkehrspolizei Rosenheim gegen 23 Uhr auf, als er mit seinem grauen Porsche trotz leichten Regen- und Schneefalls sowie Nebel und Glätte auf der Autobahn in Richtung Salzburg auf 240 Stundenkilometer beschleunigte. Dieses Tempo hielt er über mehrere Kilometer hinweg. Zudem fuhr er einem anderen Verkehrsteilnehmer dicht auf. Auch ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern kurz vor dem Inntaldreieck sowie eine Drosselung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 80 auf der A93 in Richtung Kufstein kümmerten den Porschefahrer nicht. Erst kurz nach der Anschlussstelle Brannenburg konnten die Polizisten den Porsche schließlich stoppen. Der Fahrer, ein 25-jähriger Mann aus Wien, entschuldigte sich bei der Polizei für seine rasante Fahrweise. Gegen ihn wird nun ein Strafverfahren wegen illegalen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Der 25-Jährige muss unter anderem mit dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen. Die Polizei ruft eventuelle Zeugen der riskanten Fahrt dazu auf, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion unter Telefon 08035/90680 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.