Rosenheim– „Es ist eigentlich unfassbar, was in dieser kurzen Zeit passiert ist und dass jetzt schon 250000 Euro für den Mike zusammengekommen sind.“ Das sagte ein dankbarer Ken Glemser, Vater des schwer verletzten Rosenheimer Eishockeyspielers Mike Glemser.
Der 25-Jährige zog sich vor vier Wochen beim Spiel in Riessersee beim Sturz in die Bande eine so schwere Verletzung zu, dass er vom Hals abwärts gelähmt ist und nach wie vor auf die Beatmungsmaschine angewiesen ist. „Es ist für mich kaum zu fassen, dass so etwas möglich ist und ich bedanke mich bei jedem Einzelnen, der gespendet hat und dabei meine ich auch die kleineren Beträge, die genauso wichtig sind. Wenn eine Million Menschen nur einen Euro spenden, ist das auch eine Spendensumme von einer Million.“
Die Familie Glemser weiß aktuell nicht, welche Kosten letztendlich noch auf sie zukommen. Wohnungsumbau, Behandlungen in einem nicht absehbaren Zeitraum, möglicherweise ein geeignetes Auto, um den Sohn fahren zu können. „Deshalb ist jeder Euro wichtig“, sagt Ken Glemser. Besonders dankbar ist der Vater des Starbulls-Spielers den Rosenheimer Verantwortlichen. „Wir als Familie hätten das nicht alleine hinbekommen. Vielen, vielen Dank dafür und an alle Menschen, die bisher gespendet haben“, sagte Ken Glemser kurz nach dem Starbulls-Heimsieg gegen Peiting, als feststand, dass mit den 250000 Euro ein erstes Ziel erreicht worden sei. Mike Glemsers Freundin Lara Lindmayer, die wie Vater Ken Glemser beim Starbulls-Spiel gegen Peiting (4:1-Sieg) zuschaute, meldete sich auch zu Wort. „Es kam eine mediale Reichweite zusammen, mit der wir niemals gerechnet hätten. Die Unterstützungsbekundungen aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland, rühren uns zu Tränen. Ihr habt es alle gemeinsam ermöglicht, dass innerhalb nur eines Tages unser Mindestziel von 250000 Euro erreicht wurde.“ Weil viele Aktionen erst über das Wochenende hinweg angelaufen sind, haben Vater Ken Glemser und Lara Lindmayer beschlossen, ein neues Etappenziel festzulegen: „Wir peilen jetzt die 500000 Euro an. Kämpfer wie unser Mike brauchen immer neue Ziele vor Augen. Lasst uns Mike zeigen, was alles möglich ist, wenn alle zusammenhalten.“ Hans-Jürgen Ziegler