Verdi kündigt Warnstreiks auch in der Region an

von Redaktion

Zentrale Kundgebung in Rosenheim am Mittwoch

Landkreis – In den Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen ist eine Einigung in weite Ferne gerückt. „Das Angebot der Arbeitgeber sorgt, was Höhe, Laufzeit und den fehlenden sozialen Ausgleich betrifft, bei den Beschäftigten für Enttäuschung und Ablehnung. Das empfinden die Menschen als respektlos und sie werden sich nicht damit abfinden“, erklärte Robert Metzger, Geschäftsführer des Bezirks Rosenheim der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Weil die bisherigen Proteste keine Wirkung bei den Arbeitgebern gezeigt hätten, steigt nun auch der Verdi-Bezirk Rosenheim aktiv mit Warnstreiks in den Tarifkonflikt ein.

Eine erste Aktion in Stadt und Landkreis Rosenheim ist für den morgigen Mittwoch geplant. Es beteiligen sich die Beschäftigten der Romed-Kliniken Rosenheim, Bad Aibling, Prien und Wasserburg, Beschäftigte der Stadt Rosenheim und ihrer Einrichtungen, die Stadt Bad Aibling, die Deutsche Rentenversicherung in Bad Aibling sowie das Rentenbüro der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-Seen in Rosenheim. Die Warnstreiks beginnen in den jeweiligen Einrichtungen um 5.30 Uhr. Um 9 Uhr findet eine zentrale Kundgebung am Ichikawa-Platz in Rosenheim statt.

Das Angebot, das die Arbeitgeber bei den Verhandlungen in Potsdam vorgelegt hätten, sei für die Beschäftigten „ein Schlag ins Gesicht“, so Robert Metzger. Verdi fordert für die Angestellten von Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Verhandlungen werden vom 27. bis 29. März fortgesetzt. Bis dahin sollen auch im Verdi-Bezirk Rosenheim zahlreiche Warnstreiks stattfinden.

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