Auszeit mit „Vulkane“

von Redaktion

Jede Woche beantworten die OVB-Heimatzeitungen spannende Fragen rund um die „Vulkane“, um die sich die aktuelle Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen dreht.

Warum dürfen Flugzeuge nicht fliegen, wenn weit weg ein Vulkan Asche spuckt?

Der eine oder andere war am 20. März 2010 vielleicht selbst an einem Flughafen, als plötzlich nichts mehr ging. Nach 200 Jahren Ruhe brach in Island der Eyjafjallajökull aus und legte mit seinen Aschewolken den gesamten Luftraum Europas lahm.

Fliegt ein Flugzeug durch eine Vulkanaschewolke, kann es zu lebensbedrohlichen und teuren Schäden kommen. Das liegt an der Vulkanasche, die aus winzigen, scharfkantigen Teilchen eines glasartigen Gesteins besteht. Diese Asche-Teilchen könnten ins Triebwerk gelangen und sich durch die Hitze in eine zähflüssige Masse verwandeln, welche die Motoren lahmlegt.

Außerdem könnten die scharfen Asche-Teilchen nicht nur die Lackierung des Flugzeugs, sondern auch die Cockpitfenster abschleifen wie Schmirgelpapier. Die Piloten würden durch die verkratzten Scheiben nichts mehr sehen. Die Asche könnte außerdem in die Öffnungen von Messgeräten gelangen und somit die Elektronik des Flugzeugs durcheinanderbringen.

Wenn ein Pilot versehentlich in eine Wolke aus Vulkanasche gerät heißt es daher: „180-Grad-Wendung und nichts wie raus!“