Höslwang/Rosenheim – Der in Bayern mit derzeit 633 Mitgliedern stärkste Kreisverband hat zwei neue Ehrenmitglieder. Konrad Gartmeier und Hans Glas erhielten aus der Hand von Rosenheims Kreisvorsitzenden Christian Glas aufgrund ihres langjährigen Engagements das Ehrenzeichen mit großer Urkunde bei der Jahresversammlung im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ bei Wirt und Bayernbund-Mitglied Hans Gehrlein in Höslwang überreicht.
Erfreulich war neben einem starken Besuch mit vielen Ehrengästen, dass Sepp Höfer als seit 20 Jahren tätiger Schatzmeister, von einem stabilen Kassenstand berichten konnte. „Corona hat uns nicht gutgetan, aber viele Spenden von Firmen, Mitgliedern und Personen, die die Ziele des Bayernbundes unterstützen, haben die Corona-Defizite wieder wettgemacht“, so Höfer. Die Ordnung der Kassenführung bescheinigten die im Vorjahr neu gewählten Kassenprüfer Albert Sanftl und Wolfgang Rechenauer. Gerhard Schmitz, der die Prüfungsaufgabe zuvor zehn Jahre lang ausübte, bekam zum Dank von Sepp Höfer eine Nachbildung des Campanile von Frauenchiemsee, dem Sitz des Bayernbundes.
Im Rückblick wurde unter anderem an eine Maiandacht in Neubeuern und an die Planung und Errichtung von Mundartwegen zusammen mit der Mittelschule Prien in sieben Chiemgau-Gemeinden erinnert. „Die Eröffnung fand mit 500 Schülern und Erwachsenen sowie mit Bayerns Kultusminister Professor Dr. Michael Piazolo in Prien statt, dort sowie in Aschau können die Mundartwege bereits begangen werden, die Eröffnung in Eggstätt ist für diesen Sommer vorgesehen“, so der Kreisvorsitzende und Eggstätter Bürgermeister Christian Glas.
Landesvorsitzender Sebastian Friesinger bedankte sich in seinem Grußwort beim starken Kreisverband und ganz besonders bei Standartenträger Manfred Karl. Die von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder gestiftete Fahne kommt unter anderem am 14. Juni zum Einsatz, wenn die Bürgerallianz Bayern zu einem Dialog mit ehrenamtlich tätigen Verbänden in den Bayerischen Landtag einlädt. Ein weiterer Termin für die Bayernbund-Mitglieder landesweit ist die Jahresversammlung am 15. Juli in Hochbrück in Verbindung mit der Besichtigung der Olympia-Schießanlage, dann wird Ilse Aigner als Präsidentin des Bayerischen Landtags zum Thema „Demokratie in Gefahr?“ referieren.
Einen Einblick in die Entstehung von Ortsnamen und auf deren Veränderungen im Laufe von Jahrhunderten gab Armin Höfer, Sprachkundiger aus Rosenheim und Lehrbeauftragter an der Augsburger Universität. „Die bairische Sprache ist ein hohes Kulturgut“, so der regelmäßige Autor zur OVB-Reihe „Von Ort zu Ort“, der derzeit an einem Namens-Projekt für den Altlandkreis Bad Aibling arbeitet.
Ein abwechslungsreiches Jahresprogramm bietet der Kreisverband Rosenheim, Beginn ist am Donnerstag, 4. Mai, um 19 Uhr mit einer Maiandacht im Riedergarten in Rosenheim mit anschließender Einkehr beim Gasthaus Stockhammer. Am Samstag, 20. Mai, und Sonntag, 21. Mai, wird der Besuch des Trachten- und Handwerkermarktes Neubeuern empfohlen und am Samstag, 10. Juni, ist im benachbarten Nußdorf eine historische Mühlenwegführung.
Weitere Termine sind am Freitag, 8. September, der Herbstfestbesuch, eine Kulturfahrt nach Salurn, der letzten bairischen Sprachinsel, vom 20. bis 22. Oktober, eine kirchliche Voradventsfeier am Freitag, 1. Dezember, in Rott am Inn, die Tassilofeier auf Frauenwörth am Sonntag, 17. Dezember, sowie der Besuch einer Aufführung der Theatergesellschaft Bad Endorf, die vom 29. Mai bis 2. Juli das Stück „Irmengard vom Chiemsee“ zur Aufführung bringt.hö