Kooperation mit Vancouver

von Redaktion

Erster Austausch für Auszubildende der Berufsschule Bad Aibling startet Mitte Juni

Bad Aibling – Erfahrungen im Ausland zu sammeln ist für Studenten fast schon normal. Für Auszubildende dagegen bieten sich kaum Gelegenheiten dazu. Die Berufsschule Bad Aibling hat sich daher in Zusammenarbeit mit der Joachim-Herz-Stiftung zum Ziel gesetzt, ihren Schülern internationale Besuche zu ermöglichen. Dazu wurde bereits vor einem Jahr Kontakt zum British Columbia Institute of Technology (BCIT) in Vancouver aufgenommen. Im ersten Schritt soll ein gegenseitiger Austausch von Auszubildenden der Fachrichtung Fertigungstechnik und CNC-Technik erfolgen.

Zusammenarbeit
mit der Industrie

Bereits in den Vorbesprechungen hatte sich gezeigt, dass es in diesem Bereich eine große Übereinstimmung der Ausbildungsinhalte gibt. Später könnten auch weitere Fachbereiche an einem Austausch teilnehmen. Das BCIT ist eine Ausbildungseinrichtung, die Kurse für Auszubildende und Studenten anbietet. Dabei arbeitet es eng mit Industriepartnern zusammen.

Jedes Jahr werden im BCIT etwa 50000 Studenten und Auszubildende von rund 2500 Lehrern betreut. Anfang März reisten der Abteilungsleiter Metall-Fertigungstechnik, Wolfgang Kocheise, sein Kollege Andreas Marx und Mitglied der Schulleitung, Stefan Olbert, der Berufsschule Bad Aibling nach Vancouver. Dabei führten sie Gespräche mit dem Fachbereich zur Ausbildung von CNC-Technikern sowie Kontakte zu anderen Fachbereichen wurden geknüpft. Als Hauptpunkt stand das Unterzeichnen der Absichtserklärung für ein Schüleraustauschprogramm über die nächsten Jahre auf der Agenda. Ein erster Termin steht auch schon fest. Bereits Mitte Juni bekommt eine Schülergruppe aus Bad Aibling die Möglichkeit für zwei Wochen ans BCIT nach Vancouver zu gehen. Die Hamburger Joachim-Herz-Stiftung fördert junge Menschen mit Projekten in Bildung und Forschung. Ein wichtiges Feld ist dabei die sogenannte GATE-Förderung (German Apprenticeship Training Exchange), die das Ziel hat, Partnerschaften von deutschen Auszubildenden mit Auszubildenden aus den USA und Kanada aufzubauen. Mit dieser Förderung werden die Kosten für den Austausch der Auszubildenden weitgehend gedeckt.

Schulleiter Jürgen Ersing freute sich über die erfolgreiche Mission der Aiblinger Kollegen in Kanada. „Jeder Student kommt ins Ausland. Azubis können jetzt ebenfalls andere Länder, Colleges und Fertigungsstätten außerhalb Europas kennenlernen. Schüler, die diesen Austausch mitgemacht haben, werden ihn ihr Leben lang nicht vergessen und viele Erfahrungen werden ihr Leben prägen.“

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