Bad Feilnbach – Die Gemeinde Bad Feilnbach hat Grund zu feiern: Im Mai stehen die Festlichkeiten zu „50 Jahre Baderhebung“ auf dem Programm. Zu diesem Anlass hielt der Vorstand des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (BHV) seine Sitzung in Bad Feilnbach ab.
Bürgermeister Anton Wallner stellte dem Gremium seine Gemeinde vor und berichtete auch über aktuelle Vorhaben. „Natürlich haben wir in den vergangenen Jahren einen Strukturwandel erlebt“, so der Rathaus-Chef. „Kurmittelhäuser haben geschlossen, mit der ambulanten Badekur ging es bergab. Wir haben aber die Chancen ergriffen und gehen neue Wege.“
Das Thema Moor und die Anwendungen als Heilmittel liege der Gemeinde besonders am Herzen. „Eine eigene Arbeitsgruppe Moor hat Überlegungen für ein eigenes Moorbadehaus entwickelt.“
Hier sind positive Änderungen in Sicht: „Der Anbau beim Medical Park wird kommen, außerdem will ein Investor ein Hotel im Ort bauen.“ Dort soll es Moor-Vollbäder geben.
Auch bei der Reprädikatisierung sei man auf einem guten Weg, betonte der Leiter Kur und Tourismus Raphael Wagner. „Die ersten beiden Gutachten liegen vor und die Ergebnisse sind positiv. Unsere Tourist-Information werden wir mit einer Projektstelle Moor verstärken, das ist uns für die Weiterentwicklung des Ortes wichtig.“
Der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Landrat Peter Berek, hob ebenfalls die Bedeutung der Moorbäder und der Kurorte mit Mooranwendungen hervor. „Ich bin froh, dass sich Bad Feilnbach hier so engagiert. Das ist für die Zukunft der bayerischen Heilbäder und Kurorte unerlässlich. Wir müssen gemeinsam darum kämpfen, dass die Moor-Anwendungen erhalten und weiterentwickelt werden.
Das Moor ist ein Bestandteil unserer ortsgebundenen Heilmittel, wie es sie nur in Heilbädern und Kurorten gibt. Das Moor ist ein Thema, dem die Zukunft gehört, und das wir nicht aufgeben werden.“