Auszeit mit „Vulkane“

von Redaktion

Jede Woche beantworten die OVB-Heimatzeitungen spannende Fragen rund um die „Vulkane“, um die sich die aktuelle Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen dreht.

Kann die Feuerwehr einen Lavastrom löschen?

Eigentlich nicht, denn glühende Lava ist so heiß, dass Wasser sofort verdampft, wenn es mit ihr in Berührung kommt. Fließt Lava ins Meer, dann kühlt erst einmal die Oberfläche des Lavastroms ab. Im Inneren bleibt die Lava noch länger glühend heiß. Gelegentlich ist es Menschen aber schon gelungen, einen Lavastrom zu stoppen.

1973 schafften es isländische Feuerwehrleute, einen Lavastrom aufzuhalten, der auf die Hafenstadt Heimaey zufloss. Die Bewohner von Heimaey konnten zum Glück alle mit Booten von der Insel fliehen, als der Vulkan Helgafell ausbrach. Doch ein paar hundert Feuerwehrleute und Menschen wollten versuchen, die Stadt und den Hafen zu retten. Aus Schläuchen und Rohren pumpten sie mehrere Monate Meerwasser auf den Lavastrom und hofften, dass das glühende Gestein abkühlen und erstarren würde. Und tatsächlich klappte es. Die fest gewordene Lava bildete einen Damm und hielt den Rest des Stroms vor der Stadt auf.

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