Wasserburg – 1995 hat in Wasserburg, einst Hochburg des Biers, die letzte Brauerei geschlossen. Bald wird es wieder eine geben, allerdings nicht privatwirtschaftlich, sondern von einem Verein im Ehrenamt betrieben.
Das Brau-Haus für den edlen Gerstensaft steht bereits fest: die ehemalige Schlachterei der Stiftung Attl, gelegen über den historischen Bierkellern. Brauer gibt es auch schon: Vereinsmitglieder, die das Handwerk als Hobby betreiben.
Deshalb wird es das Wasserburger beziehungsweise Attler Bier niemals in großen Mengen und im freien Verkauf geben, es wird immer nur aus besonderen Anlässen ausgeschenkt, betont der 2021 mitten in der Pandemie gegründete Verein Wasserburger Bierkultur. Er hat bereits gut 80 Mitglieder und sammelt seit Ostern fleißig Geld für das einzige, was noch fehlt: eine Brauanlage für 200 bis 300 Liter. Dafür wurden inzwischen schon 17360 Euro gesammelt. Die Spenden reichten bisher von 20 bis 2500 Euro.